CDU: Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­ter for­dert Gesetz­ent­wurf zur Impfpflicht

Olaf Scholz - Vizekanzler - Finanzminister - SPD-PolitikerFoto: Vizekanzler und SPD-Politiker Olaf Scholz, Urheber: dts Nachrichtenagentur

Patrick Schnie­der hat Olaf Scholz auf­ge­for­dert, dass sei­ne künf­ti­ge Regie­rung einen Gesetz­ent­wurf für eine all­ge­mei­ne Impf­pflicht vor­le­gen müsse.

„Die Ent­schei­dung für eine Impf­pflicht soll ein kla­res Signal aus­sen­den und braucht die Unter­stüt­zung aller Ver­fas­sungs­or­ga­ne”, schreibt Schnie­der in einem Gast­bei­trag für die „Frank­fur­ter All­ge­mei­ne Zei­tung” (FAZ, Mon­tags­aus­ga­be). So wie bei der Ein­füh­rung der Masern-Impf­pflicht 2020 müs­se die Bun­des­re­gie­rung einen Geset­zes­vor­schlag unter­brei­ten. „Eine Bun­des­re­gie­rung kann sich dort nicht weg­du­cken und der Dis­kus­si­on aus­wei­chen”. Die Ent­schei­dung hier­über müs­se am Ende der Bun­des­tag tref­fen. Olaf Scholz wol­le aber, dass dies allein eine Gewis­sens­ent­schei­dung der Abge­ord­ne­ten wer­de. „Eine von ihm ange­führ­te Bun­des­re­gie­rung sieht er bei die­ser Fra­ge nicht in der Ver­ant­wor­tung. Das ist falsch”, kri­ti­siert der CDU-Poli­ti­ker. Eine Impf­pflicht habe zu Recht einen hohen Begründungsaufwand.

Es gehe nicht um einen ein­fa­chen Antrag, wie Scholz dies der­zeit dar­stel­le, son­dern um einen sehr sorg­fäl­tig vor­zu­be­rei­ten­den Gesetz­ent­wurf. Es bedür­fe einer sorg­sa­men Abwä­gung, wie schwer das Gewicht der recht­fer­ti­gen­den Grün­de einer Impf­pflicht vor dem Hin­ter­grund der beson­de­ren Gefah­ren­la­ge durch Covid-19 wie­ge. Es gehe auch um die Fra­ge, ob die Impf­pflicht ein­heit­lich – über alle Bun­des­mi­nis­te­ri­en hin­weg – als uner­läss­lich zur Bekämp­fung der Pan­de­mie ange­se­hen wer­de. Eine Geset­zes­vor­la­ge der Bun­des­re­gie­rung kön­ne das Par­la­ment daher zu Recht erwar­ten, zumal bei einem in der Bun­des­re­pu­blik wohl ein­ma­li­gen Geset­zes­vor­ha­ben. Olaf Scholz soll­te sich nicht aus­schließ­lich von der Sor­ge um die Sta­bi­li­tät der Ampel­ko­ali­ti­on trei­ben las­sen. „Eine gut begrün­de­te Impf­pflicht wird des­halb nicht an einer feh­len­den eige­nen Mehr­heit der neu­en Regie­rungs­ko­ali­ti­on schei­tern”, so Schnie­der. Die neue Koali­ti­on müs­se jetzt anfan­gen, Ver­ant­wor­tung für Deutsch­land zu über­neh­men. „Die Uni­on wird hier­zu ihre Hand reichen”.

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