EU: Kom­mis­si­on erteilt Impf­stoff-Spen­den an arme Län­der Absage

Impfpass - Impfausweis - Impfungen - COVID-19 - Coronavirus - Comirnaty - Februar 2021 - BonnFoto: Impfausweis mit aktueller Impfung gegen das Coronavirus (Bonn), Urheber: dts Nachrichtenagentur

Ursu­la von der Ley­en hat For­de­run­gen nach Impf­stoff-Spen­den der Euro­päi­schen Uni­on an ärme­re Län­der vor­erst eine Absa­ge erteilt.

Die EU unter­stüt­ze die inter­na­tio­na­le Covax-Initia­ti­ve, die ärme­ren Län­dern Zugang zum Impf­stoff ermög­licht, bereits finan­zi­ell, sag­te von der Ley­en den Zei­tun­gen der Fun­ke-Medi­en­grup­pe (Mon­tags­aus­ga­ben). „Einen zusätz­li­chen Mecha­nis­mus der EU, mit dem wir als Uni­on Impf­stoff mit ande­ren Län­dern tei­len, wer­den wir aber erst star­ten, wenn wir eine bes­se­re Pro­duk­ti­ons­la­ge in der EU haben”, so die Kom­mis­si­ons­prä­si­den­tin. „Jetzt gibt es erst mal einen ziem­li­chen Druck in den Mit­glied­staa­ten, selbst Impf­stoff zu bekommen”.

Dage­gen hat­te die Welt­ge­sund­heits­or­ga­ni­sa­ti­on rei­che Län­der um Impf­stoff-Spen­den gebe­ten, damit auch in ärme­ren Regio­nen das Virus schnell bekämpft wer­den kön­ne. Auch Frank­reichs Prä­si­dent Emma­nu­el Macron hat­te für eine Initia­ti­ve plä­diert, mit der die rei­chen Län­der mög­lichst schnell vier bis fünf Pro­zent ihrer Impf­stoff­men­gen abge­ben sollten.

In der EU wird Hand­lungs­be­darf vor allem mit Blick auf den West­bal­kan und die ost­eu­ro­päi­schen Nach­barn dis­ku­tiert. So hat­te der Staats­mi­nis­ter im Aus­wär­ti­gen Amt, Micha­el Roth, gefor­dert, die EU sol­le als Zei­chen der Soli­da­ri­tät Impf­stoff­do­sen an die West­bal­kan-Staa­ten schi­cken. Von der Ley­en sag­te, Covax habe bereits 30 Mil­lio­nen Impf­do­sen in 52 Län­der gelie­fert. Sie sei froh, dass die Initia­ti­ve funktioniere.

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