Grü­ne: Öffent­lich-pri­va­te Auto­bahn­pro­jek­te sol­len ver­bo­ten werden

Autobahn - Auto - Schild - Blau - Weiß - Baum - Autodach - AntenneFoto: Sicht auf ein Autobahn-Schild, Urheber: dts Nachrichtenagentur

Die Grü­nen wol­len den gemein­schaft­li­chen Bau und Betrieb von Auto­bah­nen durch den Bund und pri­va­te Fir­men verbieten.

Das berich­tet der „Spie­gel” in sei­ner neu­en Aus­ga­be. Einen Ent­wurf für ein Gesetz, das die soge­nann­ten Öffent­lich-Pri­va­ten Part­ner­schaf­ten unter­sagt, will die Frak­ti­on noch vor der Som­mer­pau­se ins Par­la­ment ein­brin­gen. Damit wür­de auch der seit Janu­ar für Bau und Betrieb zustän­di­gen staat­li­chen Auto­bahn GmbH unter­sagt, Part­ner­schaf­ten mit pri­va­ten Auto­bahn­be­trei­bern einzugehen.

Der grü­ne Haus­halts­ex­per­te Sven-Chris­ti­an Kind­ler bemän­gelt, dass seit der ÖPP-Ein­füh­rung 2005 zwar 13 Pro­jek­te zum Auto­bahn­bau mit einer Län­ge von 711 Kilo­me­tern rea­li­siert wor­den sei­en. „ÖPP-Pro­jek­te im Stra­ßen­bau sind für den Bund nicht wirt­schaft­lich. Das zei­gen die Ana­ly­sen des Bun­des­rech­nungs­hofs immer wie­der sehr deut­lich”, so Kind­ler. Dabei bezieht er sich auf eine Ant­wort des Bundesverkehrsministeriums.

Die Aus­sa­gen zur Wirt­schaft­lich­keit der Pro­jek­te im Gesamt­wert von knapp über drei Mil­li­ar­den Euro wur­den dar­in als geheim ein­ge­stuft. Bei zwei Pro­jek­ten, so räum­te das Minis­te­ri­um ein, sei es zu „nega­ti­ven Teil­ergeb­nis­sen” gekommen.

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