Liba­non: Unter­stüt­zung der Bun­des­re­gie­rung und stellt Bedingungen

Straße - Häuser - Autos - Unfall - Explosion - Ammoniumnitrat - Unfall - Hafen - August 2020 - Beirut - LibanonFoto: Umgebung nach der Explosion am 04.08.2020 (Beirut), Urheber: dts Nachrichtenagentur

Nach der schwe­ren Explo­si­on im Hafen von Bei­rut vor einem Jahr hat die Bun­des­re­gie­rung wei­te­re 40 Mil­lio­nen Euro an Hil­fen zugesagt.

Man wol­le die Men­schen im Liba­non in die­ser schwie­ri­gen Zeit unter­stüt­zen, sag­te Bun­des­au­ßen­mi­nis­ter Hei­ko Maas am Mitt­woch bei der vir­tu­el­len Unter­stüt­zungs­kon­fe­renz für das Land. Doch er äußer­te auch Kri­tik an der Regie­rung in Bei­rut: „Ohne Refor­men gibt es kei­ne nach­hal­ti­ge Erho­lung”. Feh­len­de Erneue­rung sei­en auch der Grund, wes­halb vie­le Wun­den der Ver­gan­gen­heit noch immer nicht ver­heilt sei­ne, so Maas. Der zer­stör­te Hafen ste­he nach wie vor als Sym­bol dafür. „Ich will ganz offen sein: Die­se Kri­se ist zum Groß­teil menschengemacht”.

Die poli­ti­schen Akteu­re Liba­nons sei­en ihrer Ver­ant­wor­tung und den berech­tig­ten Erwar­tun­gen der liba­ne­si­schen Bevöl­ke­rung nicht gerecht gewor­den. Dem­nach wer­de jede wei­te­re Unter­stüt­zung, abge­se­hen von Sofort­hil­fe und Unter­stüt­zung für Refor­men, „von der Bil­dung einer funk­tio­nie­ren­den, recht­mä­ßi­gen Regie­rung und der Erstel­lung eines glaub­wür­di­gen Reform­pro­gramms im Ein­klang mit den Emp­feh­lun­gen des IWF abhän­gen”, sag­te der SPD-Politiker.

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