NRW: Ein­heit­li­che Kri­te­ri­en für Risi­ko­ge­bie­te beschlossen

Straßenbahn - Tunnel - Haltestelle - Personen - Mundschutz - Maske - ÖffentlichkeitFoto: Fahrgäste mit Mund-Nasen-Schutz, Urheber: dts Nachrichtenagentur

Die NRW-Lan­des­re­gie­rung hat auf­grund stei­gen­der Infek­ti­ons­zah­len ein­heit­li­che Kri­te­ri­en für das Vor­ge­hen in Coro­na-Hot­spots beschlossen.

Die jüngs­ten Ent­wick­lun­gen sei­en „besorg­nis­er­re­gend”, sag­te NRW-Minis­ter­prä­si­dent Armin Laschet am Sonn­tag­nach­mit­tag nach einer Son­der­sit­zung sei­nes Kabi­netts. Bun­des­weit zei­ge sich, dass sich das Virus beson­ders dort schnell ver­brei­te, wo vie­le Men­schen auf engem Raum zusam­men­le­ben. Damit sei­en Tei­le von NRW beson­ders stark betroffen.

In den ent­spre­chen­den Städ­ten und Land­krei­sen wol­le man die „Anstren­gun­gen erhö­hen”, kün­dig­te Laschet an. Man brau­che „kon­zer­tier­te, kon­zen­trier­te, wirk­sa­me und ziel­ge­rich­te­te Maß­nah­men”. Die Pan­de­mie müs­se dabei wei­ter lokal bekämpft wer­den, so Laschet wei­ter. Es brau­che aller­dings „lan­des­ein­heit­li­che Kri­te­ri­en” für das Vor­ge­hen in Hot­spots. Dabei gel­te eine soge­nann­te „loka­le Coro­na-Brem­se”. Ab einer Inzi­denz von 35 Neu­in­fek­tio­nen pro Woche und 100.000 Ein­woh­ner müs­sen die Kom­mu­nen dem­nach mit dem Land kon­kre­te Schutz­maß­nah­men abstim­men. Ab 50 müs­sen wei­te­re Ein­schrän­kun­gen in Kraft tre­ten. Unter ande­rem sol­len sich dann nur noch fünf Per­so­nen im öffent­li­chen Raum tref­fen dür­fen. Groß­ver­an­stal­tun­gen mit mehr als 500 Per­so­nen sol­len dann gene­rell abge­sagt wer­den. Zudem gel­ten stren­ge­re Höchst­gren­zen für pri­va­te Feiern.

Öff­nungs­zei­ten von Restau­rants sol­len beim Über­schrei­ten der Grenz­wer­te ein­ge­schränkt wer­den. Aus den stei­gen­den Zah­len dürf­ten kei­ne schwe­ren Krank­heits­ver­läu­fe wer­den, warn­te der NRW-Regie­rungs­chef. Des­halb müss­ten „beson­ders ver­letz­li­che Grup­pen” geschützt wer­den. Die Coro­na-Lage in NRW hat­te sich zuletzt wie­der deut­lich zuge­spitzt. Immer mehr Städ­te und Land­krei­se über­schrei­ten den Grenz­wert von 50 Neu­in­fek­tio­nen pro Woche und 100.000 Ein­woh­ner. Nach Anga­ben des Robert-Koch-Insti­tuts sind aktu­ell die Städ­te Essen, Hagen, Hamm, Her­ne, Köln, Solin­gen und Wup­per­tal sowie die Krei­se Reck­ling­hau­sen und Unna betroffen.

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