Poli­tik: Ange­la Mer­kel begrüßt deutsch-tür­ki­sche Bildungskooperation

Angela Merkel - Bundeskanzlerin - Politikerin - CDU - Person - Türkische Flagge - Deutsche FlaggeFoto: Angela Merkel vor einer Flagge der Türkei, Urheber: dts Nachrichtenagentur

Bun­des­kanz­le­rin Ange­la Mer­kel hat die deutsch-tür­ki­sche Zusam­men­ar­beit bei Bil­dung und Wis­sen­schaft begrüßt.

Man habe „mit der Eröff­nung des neu­en Cam­pus der Tür­kisch-Deut­schen Uni­ver­si­tät ein wirk­lich wich­ti­ges Pro­jekt besu­chen kön­nen”, das beim The­ma Bil­dung zwi­schen den bei­den Län­dern „einen Fort­schritt” mit sich brin­ge, sag­te Mer­kel am Frei­tag in Istan­bul nach einem Tref­fen mit dem tür­ki­schen Prä­si­den­ten Recep Tayy­ip Erdo­gan. Die­se Uni­ver­si­tät kön­ne, „wenn sie Schritt für Schritt auch noch mehr Stu­den­ten auf­nimmt, wirk­lich ein High­light sein für die Kon­tak­te zwi­schen unse­ren Län­dern”, so die Bun­des­kanz­le­rin weiter.

Zudem habe sie mit der Außen­han­dels­kam­mer dar­über gespro­chen, dass Deutsch­land bereit sei, bei der Berufs­aus­bil­dung „mehr zu tun”, gera­de auch „bei den vie­len deut­schen Fir­men, die hier ansäs­sig sind, aber auch durch Aus­bil­dungs­mo­du­le, die man in Deutsch­land durch­füh­ren könn­te”, so die CDU-Poli­ti­ke­rin. Sie hof­fe, dass hier die Zusam­men­ar­beit gut vor­an­kom­me. Zudem wol­le man die wirt­schaft­li­che Zusam­men­ar­beit und „auch den Ener­gie­dia­log” wei­ter voranbringen.

Zudem habe man über die huma­ni­tä­re Situa­ti­on im Raum Idlib gespro­chen. Sie wer­de schau­en, wie man die Tür­kei hier unter­stüt­zen kön­ne und ob man hier Gel­der geben kön­ne, um die­se huma­ni­tä­re Situa­ti­on zu ver­bes­sern ange­sichts der Men­schen, „die heu­te auf syri­schem Gebiet durch Flucht in Zel­ten leben”, sag­te Mer­kel. Die Tür­kei ste­he hier „vor einem Rie­sen­pro­blem”. Im Anschluss an die Liby­en-Kon­fe­renz habe sie deut­lich gemacht, dass man vor allen Din­gen dar­auf hin­ar­bei­ten soll­te, den UN-Son­der­ge­sand­ten für Liby­en, Ghassan Sala­mé, dabei zu unter­stüt­zen, „dass jetzt sehr schnell der Mili­tär­rat zusam­men­tre­ten kann”, so die Bun­des­kanz­le­rin weiter.

Damit sol­le der Pro­zess von einer „fra­gi­len Waf­fen­ru­he hin zu einem wirk­li­chen Waf­fen­still­stand” in Gang kom­men. Dies wer­de aber „noch viel Arbeit sein”. Es sei „sehr wich­tig” gewe­sen, dass der Minis­ter­prä­si­dent der liby­schen Über­gangs­re­gie­rung, Fayiz as-Sarr­adsch, zu die­sen Pro­zes­sen „sehr auf­ge­schlos­sen” sei und sich dazu bereit erklärt habe, sich mit dem Mili­tär­rat zu tref­fen, sag­te Mer­kel. Sie hof­fe, dass „in abseh­ba­rer Zeit” auch die Sei­te des Befehls­ha­bers der Libysch-Natio­na­len Armee (LNA), Gene­ral Cha­li­fa Haftar, dazu bereit sei, damit die­ses Tref­fen zustan­de komme.

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