Poli­tik: Whist­leb­lower Edward Snow­den will poli­ti­sches Asyl in der EU

Mediennutzer - Internet - Google-Bildersuche - Edward SnowedenFoto: Mediennutzer betrachtet das Ergebnis der Google-Bildersuche zu "Edward Snowden", Urheber: dts Nachrichtenagentur

Der in Russ­land gestran­de­te US-Whist­leb­lower Edward Snow­den hofft doch noch dar­auf, in Deutsch­land oder einem ande­ren Land der Euro­päi­schen Uni­on poli­ti­sches Asyl zu bekommen.

„Wenn Deutsch­land mich auf­neh­men wür­de, wür­de es inzwi­schen nicht mehr als ein feind­li­cher Akt gegen die USA auf­ge­fasst”, sag­te Snow­den der „Welt” (Sams­tag­aus­ga­be). Dies sei für jeden, der „objek­tiv auf die Geschich­te blickt”, offensichtlich.

Deutsch­land habe gute und freund­schaft­li­che Bezie­hun­gen mit den Ver­ei­nig­ten Staa­ten. Snow­den warf Deutsch­land und Frank­reich vor, bis­her in sei­ner Sache nichts unter­nom­men zu haben. „Ich sit­ze ja lei­der auch auf­grund der Untä­tig­keit west­li­cher Regie­run­gen in Mos­kau fest”, sag­te Snow­den. „Ich hat­te in Deutsch­land und in Frank­reich Asyl­an­trä­ge gestellt. Und die Regie­run­gen haben nach Grün­den gesucht, wes­halb ich nicht kom­men darf.” Er habe nichts ver­öf­fent­licht, womit er Men­schen gefähr­det hät­te. Snow­den sag­te: „Ich glau­be, die euro­päi­schen Regie­run­gen haben Angst vor mir.”

Snow­den, des­sen Auto­bio­gra­fie am 17. Sep­tem­ber erscheint, lebt seit sei­nen Ent­hül­lun­gen 2013 im rus­si­schen Exil in Mos­kau. Anfang 2020 läuft sei­ne Auf­ent­halts­ge­neh­mi­gung für Mos­kau ab. Unklar ist, ob sie ver­län­gert wird. Die USA ver­lan­gen die Aus­lie­fe­rung des 36-Jäh­ri­gen, weil die­ser die welt­wei­te Über­wa­chungs­pra­xis des US-Geheim­diens­tes NSA öffent­lich gemacht hatte.

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