Düs­sel­dorf: Nie­der­ge­las­se­ne Ärz­te kri­ti­sie­ren Epidemiegesetz

Zahnarzt - Patientenstuhl - Lampe - Zahnarztlampe Foto: Blick vom Zahnarzt-Patientenstuhl, Urheber: dts Nachrichtenagentur

In einem Brand­brief haben die Vor­sit­zen­den von 14 Berufs­ver­bän­den der nie­der­ge­las­se­nen Fach­ärz­te die mög­li­che Zwangs­ver­pflich­tung harsch kritisiert.

In dem Doku­ment, über das die „Rhei­ni­sche Post” (Sams­tag) berich­tet, heißt es: „Wir haben mit unse­rem unge­bro­che­nen Enga­ge­ment in die­ser Kri­se durch Auf­recht­erhal­ten unse­rer Sprech­stun­den­tä­tig­keit auch ohne adäqua­te Schutz­aus­rüs­tung unse­re eige­ne Gesund­heit und Leben hin­ten ange­stellt – zum Woh­le unse­rer Pati­en­ten.” Es sei­en Emp­feh­lun­gen an die Mit­glie­der aus­ge­spro­chen wor­den, kei­nen Urlaub zu machen, son­dern sich ent­spre­chend der Lage einzubringen.

„Unse­re Arbeit und die unse­rer Mit­ar­bei­te­rin­nen hat dafür gesorgt, dass der sta­tio­nä­re Sek­tor nicht unter der Belas­tung kol­la­biert ist.” Damit hät­ten die nie­der­ge­las­se­nen Fach­ärz­te einen Bei­trag „im Rah­men unse­rer ver­trags­ärzt­li­chen Tätig­keit für ein funk­tio­nie­ren­des Gesund­heits­sys­tem erbracht und ver­hin­dert, dass ita­lie­ni­sche oder spa­ni­sche Zustän­de aus­ge­bro­chen sind”. Die Fach­ärz­te for­dern die Lan­des­re­gie­rung und Par­la­men­ta­ri­er dazu auf, „uns nicht durch die im Gesetz­ent­wurf ange­kün­dig­ten Zwangs­maß­nah­men unse­rer Fle­xi­bi­li­tät zu berau­ben”. Der Ent­wurf mache ihrer Ein­schät­zung nach „essen­ti­el­le Tei­le des Gesund­heits­we­sens handlungsunfähig”.