Köln: Brü­cke an der Wid­ders­dor­fer Stra­ße in Ehren­feld wird erneuert

Köln-Ehrenfeld BahnhofFoto: Köln-Ehrenfeld Bahnhof, Urheber: Robert Schlappal (CC BY-SA 3.0)

Die Stadt Köln gibt bekannt, dass die Brü­cke an der Wid­ders­dor­fer Stra­ße abge­ris­sen und an der­sel­ben Stel­le erneu­ert wird. Die Brü­cke wur­de erst­mals 1916 bis 1919 errichtet.

Die Brü­cke Wid­ders­dor­fer Stra­ße über die Bahn­tras­se der Hafen und Güter­ver­kehr Köln AG in Köln-Ehren­feld soll abge­bro­chen und an glei­cher Stel­le neu errich­tet wer­den. Eine Prü­fung ergab zahl­rei­che Bau­werks­schä­den, sodass eine Sanie­rung nicht wirt­schaft­lich ist.

Die Brü­cke wur­de von 1916 bis 1919 errich­tet. Die Vor­la­ge soll nach Vor­be­ra­tun­gen im Ver­kehrs­aus­schuss, in den Bezirks­ver­tre­tun­gen Ehren­feld und Lin­den­thal, sowie im Finanz­aus­schuss in der Rats­sit­zung am 22. Novem­ber 2018 behan­delt werden.

Nach einer EU-wei­ten Aus­schrei­bung der Pla­nungs­leis­tun­gen soll mit der Pla­nung der Brü­cke Wid­ders­dor­fer Stra­ße im Jahr 2019 begon­nen wer­den. Eine Fer­tig­stel­lung der Brü­cke wird im Jahr 2024 ange­strebt. Für die Brü­cken­bau­ar­bei­ten, den Abriss und Neu­bau, ein­schließ­lich der Anpas­sung des Stra­ßen­rau­mes wer­den der­zeit Gesamt­bau­kos­ten in Höhe von cir­ca 4,2 Mil­lio­nen Euro veranschlagt.

Im Rah­men der Brü­cken­pla­nung wird erst­ma­lig im Amt für Brü­cken, Tun­nel und Stadt­bahn­bau die so genann­te „Buil­ding Infor­ma­ti­on Modeling”-Methode (BIM) ange­wen­det. Durch den Ein­satz von Soft­ware wird mit BIM eine opti­mier­te Pla­nung, Aus­füh­rung und Unter­hal­tung von Bau­wer­ken erreicht.

Alle wich­ti­gen Daten des Bau­werks wer­den mit die­sem Instru­ment digi­tal erfasst. Die­se digi­ta­len Infor­ma­tio­nen wer­den als Daten­grund­la­ge bei Pla­nung und Aus­füh­rung aber auch dar­über hin­aus bei Betrieb und Erhalt genutzt. Der Ein­satz der BIM-Metho­de bei die­sem Pro­jekt soll zu einem effi­zi­en­te­ren Pla­nungs­pro­zess füh­ren und zu einer Ver­bes­se­rung der Kos­ten­pla­nung beitragen.

Auf­grund der vor­han­de­nen kom­ple­xen Rand­be­din­gun­gen (Ver­sor­gungs­lei­tun­gen im Brü­cken­über­bau, Que­rung der Bahn­tras­se der Häfen und Güter­ver­kehr Köln AG) und der über­schau­ba­ren Bau­werks­ab­mes­sung bie­tet sich die­ses Pro­jekt für die ers­te BIM-Pla­nung des Amtes für Brü­cken, Tun­nel und Stadt­bahn­bau beson­ders an. Die Stadt­ver­wal­tung sieht im Ein­satz von BIM für die Errich­tung und Bewirt­schaf­tung ihrer Lie­gen­schaf­ten gene­rell gro­ßes Poten­ti­al für die Zukunft. Auch im Hoch­bau lau­fen daher bereits Pilot­pro­jek­te. So soll etwa die Gene­ral­sa­nie­rung und Erwei­te­rung des Gym­na­si­ums an der Kreuz­gas­se mit­tels BIM erfolgen.

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