Köln: Bun­des­po­li­zis­ten mas­siv belei­digt und bedroht

Bahn - DB - Deutsche Bahn - Zug - Regionalzug - Bahnhof - Gleis - HaltestelleFoto: Regionalzug der Deutschen Bahn, Urheber: dts Nachrichtenagentur

Mitt­woch­nacht kon­trol­lier­te die Bun­des­po­li­zei zwei her­an­wach­sen­de Ran­da­lie­rer in einer Regionalbahn.

Auch in den Dienst­räu­men der Bun­des­po­li­zei­in­spek­ti­on Köln konn­te sich einer der Bei­den nicht beneh­men und wur­de außer­or­dent­lich aus­fal­lend und aggressiv.

Am 04.11.2020 gegen 22:00 Uhr wur­den Ein­satz­kräf­te der Bun­des­po­li­zei­in­spek­ti­on Köln zum Hal­te­punkt Ehren­feld geru­fen. Nach Zeu­gen­aus­sa­gen ver­wei­ger­ten zwei Rei­sen­de das Auf­set­zen einer Mund-Nase-Bede­ckung wäh­rend der Zug­fahrt und ver­un­rei­nig­ten zusätz­lich das Bahn­ab­teil der RB38.

Wäh­rend sich die alko­ho­li­sier­ten jun­gen Män­ner aus Els­dorf und Bed­burg zunächst koope­ra­tiv mit den poli­zei­li­chen Maß­nah­men arran­gier­ten, kipp­te in den Dienst­räu­men der Bun­des­po­li­zei am Köl­ner Haupt­bahn­hof plötz­lich die Stim­mung: Der Els­dor­fer wur­de belei­di­gend und ges­ti­ku­lier­te wild mit Armen und Fäus­ten vor den Ein­satz­kräf­ten her­um. Beru­hi­gen­de Anspra­chen igno­rier­te er schlicht­weg und for­der­te die Beam­ten im Gegen­zug zum Kämp­fen auf.

Zur Unter­bin­dung der Angriffs­ge­fahr muss­te der aggres­si­ve jun­ge Mann schließ­lich zu Boden gebracht und mit Hand­fes­seln fixiert wer­den. Dabei ver­such­te er die ein­ge­setz­ten Beam­ten mit geziel­ten Schlä­gen und Fuß­trit­ten zu tref­fen und zu ver­let­zen. Als er in eine Gewahr­sams­zel­le gebracht wur­de, ver­lor er voll­ends die Beherr­schung. Die Bezeich­nung als „Bas­tar­de” stell­te noch die gering­fü­gigs­te Belei­di­gung dar. Außer­dem bedroh­te er die Ein­satz­kräf­te sowie deren nahe Ange­hö­ri­ge mit dem Tod und wei­te­ren schwer­wie­gen­den Straf­ta­ten. Um sei­nen absto­ßen­den Wor­ten noch mehr Aus­druck zu ver­lei­hen, spuck­te er zusätz­lich auf die Uni­form eines Beamten.

Zusätz­lich zur Ord­nungs­wid­rig­kei­ten­an­zei­ge wegen der feh­len­den Schutz­mas­ke muss er sich nun auch in einem Straf­ver­fah­ren wegen Belei­di­gung, Bedro­hung und Wider­stand gegen bzw. Angriff auf Voll­stre­ckungs­be­am­te ver­ant­wor­ten. Schluss­end­lich wur­de der 19-Jäh­ri­ge der Obhut sei­ner Mut­ter übergeben.

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