Köln: Hen­ri­et­te Reker will lan­des­wei­te 2G-Regel in NRW

Frau - Maske - Straßenbahn - U-Bahn - ÖffentlichkeitFrau: Frau mit Maske in einer Straßenbahn, Urheber: dts Nachrichtenagentur

Kölns Ober­bür­ger­meis­te­rin Hen­ri­et­te Reker drängt auf eine schnel­le lan­des­wei­te Ein­füh­rung der 2G-Regel in Nordrhein-Westfalen.

„Wenn es nach mir gin­ge, soll­te die­se 2G-Regel oder noch bes­ser 2G plus im gan­zen Land gel­ten – und zwar sofort”, sag­te die par­tei­lo­se Poli­ti­ke­rin der „Süd­deut­schen Zei­tung” (Don­ners­tags­aus­ga­be). Reker wei­ter: „Wir müs­sen jetzt han­deln, bevor die Kran­ken­häu­ser wie­der voll sind”. Die obers­te Ver­wal­tungs­be­am­tin der größ­ten Stadt im Bun­des­land wen­det sich direkt an den neu­en NRW-Regie­rungs­chef Hen­drik Wüst (CDU), der der­zeit auch Vor­sit­zen­der der Minis­ter­prä­si­den­ten-Kon­fe­renz (MPK) ist: „Minis­ter­prä­si­dent Wüst soll­te das jetzt tun”. Sie recht­fer­tig­te zugleich, dass sie am Don­ners­tag, den 11. Novem­ber 2021, wie üblich die neue Kar­ne­vals-Ses­si­on eröff­nen wer­de. Sie ver­wies dar­auf, dass in Knei­pen und etwa am Heu­markt vor dem Rat­haus die 2G-Regel gel­te: „Köln fei­ert mit Vernunft”.

For­de­run­gen nach einer Absa­ge wies sie zurück: „Ein abso­lu­tes Ver­bot in die­sem Jahr wäre völ­lig unan­ge­mes­sen”, sag­te Reker. „Unse­re Lösung ist ver­hält­nis­mä­ßig, und sie ent­spricht der Köl­ner Men­ta­li­tät.” Reker ver­wies dar­auf, dass am Köl­ner Heu­markt oder auch im Knei­pen- und Stu­den­ten­vier­tel „Kwar­tier Lat­äng” der städ­ti­sche Ord­nungs­dienst stren­ge Kon­trol­len durch­füh­ren wer­de. „Falls ein Wirt sei­ne Gäs­te nicht kon­trol­liert hat, muss er 500 Euro Stra­fe zah­len – pro Gast”, warn­te Reker. „Wer ohne Impf­nach­weis erwischt wird, dem dro­hen laut Coro­na-Schutz­ver­ord­nung 250 Euro Geld­stra­fe. Gefälsch­te Impf­nach­wei­se kos­ten 1.000 Euro.” Das sei „die Kehr­sei­te allen Fei­erns”. Aus­schrei­tun­gen von Jecken erwar­tet die Ober­bür­ger­meis­te­rin nicht: „Das ist bis­her nie pas­siert, bür­ger­kriegs­ähn­li­che Zustän­de ken­nen wir nicht in Köln”.

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