Köln: Stadt erhält vor­läu­fi­gen För­der­be­scheid für Breitbandausbau

Thomas Rossbach - Dr. Stephan Keller - Henriette Reker - Dr. Markus Tietmeyer - Februar 2020 - Stadt KölnFoto: Thomas Rossbach, Dr. Stephan Keller, Henriette Reker und Dr. Markus Tietmeyer (v.l.n.r.), Urheber: Stadt Köln

Die Stadt Köln hat am Mitt­woch den vor­läu­fi­gen För­der­be­scheid des Bun­des für den Aus­bau des Köl­ner Glas­fa­ser­net­zes durch den Pro­jekt­trä­ger erhalten.

Damit wer­den rund 1.500 Adres­sen sowie vier Gewer­be­ge­bie­te als för­der­fä­hig aner­kannt und kön­nen an das Glas­fa­ser­netz ange­bun­den wer­den. Dies betrifft ins­ge­samt mehr als 3.800 Anschlüsse.

Der vor­läu­fi­ge Bescheid des Bun­des sieht eine För­de­rung des Glas­fa­ser­net­zes in Köln für unter­ver­sorg­te Adres­sen vor – mit einem Gesamt­för­der­be­trag von bis zu 45 Mil­lio­nen Euro. Damit wird der Aus­bau des Glas­fa­ser­net­zes im Bereich die­ser soge­nann­ten „wei­ßen Fle­cken” finan­ziert. Der dafür not­wen­di­ge Tief­bau erstreckt sich auf bis zu 200 Kilometer.

Im natio­na­len und inter­na­tio­na­len Wett­be­werb der Metro­po­len ist eine leis­tungs­fä­hi­ge Giga­bit-Infra­struk­tur ein ent­schei­den­der Stand­ort­fak­tor. Die­se flä­chen­de­ckend sicher­zu­stel­len ist Ziel des Giga­bit Mas­ter­plan Colo­gne 2025. Die Anbin­dung unter­ver­sorg­ter Quar­tie­re im Stadt­ge­biet ist eine wei­te­re Maß­nah­me im Rah­men des Masterplans.

Als „wei­ße Fle­cken” gel­ten Adres­sen, die mit unter 30 Mbit/s beson­ders schlecht ver­sorgt sind. Mit der För­de­rung des Bun­des, des Lan­des und dem kom­mu­na­len Eigen­an­teil kann das Glas­fa­ser­netz wei­ter aus­ge­baut werden:

  • rund 1.500 Adres­sen mit cir­ca 3.600 pri­va­ten und etwa 225 Gewer­be­an­schlüs­sen, sie­ben Schu­len in nicht­städ­ti­scher Trä­ger­schaft und ein Krankenhaus
  • vier Gewer­be­ge­bie­te in Dünn­wald, Mül­heim, Porz und Rath-Heu­mar mit 108 Adressen.

Das Pro­jekt selbst steht. Die vor­läu­fi­ge Höhe des Gesamt-För­der­be­tra­ges ist auf bis zu 45 Mil­lio­nen Euro fest­ge­setzt. Davon über­neh­men der Bund 50 Pro­zent und das Land NRW 40 Pro­zent. Die Stadt Köln bringt einen Eigen­an­teil von 10 Pro­zent der För­der­sum­me auf.

Auf Basis des vor­läu­fi­gen För­der­be­schei­des des Bun­des wird zeit­nah eine Aus­schrei­bung ver­öf­fent­licht. Nach Been­di­gung der Aus­schrei­bung wird mit dem Kom­mu­ni­ka­ti­ons­un­ter­neh­men, das den Zuschlag erhält, ein Koope­ra­ti­ons­ver­trag geschlos­sen. Damit wird der För­der­be­darf final defi­niert und der Bund wird einen fina­len För­der­be­scheid ertei­len. Vor­aus­sicht­lich Ende 2020 wird der Bescheid über die end­gül­ti­ge För­der­sum­me vorliegen.

Bau­be­ginn wird vor­aus­sicht­lich Anfang 2021 sein. Der Tief­bau erstreckt sich auf bis zu 200 Kilo­me­ter. Die Bau­zeit beträgt meh­re­re Jah­re. Nächs­ter Schritt des Giga­bit Mas­ter­plans 2025 ist die Glas­fa­ser-Anbin­dung von wei­te­ren 26.000 Adres­sen (etwa 60.000 Anschlüs­se), denen bis­lang kei­ne giga­b­it­fä­hi­ge Infra­struk­tur zur Ver­fü­gung steht. Das ent­spre­chen­de För­der­pro­gramm befin­det sich aktu­ell auf EU- und Bun­des­ebe­ne in Abstimmung.

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