Köln: Über 200 Anru­fe von Betrü­gern inner­halb von acht Tagen

Senioren - Fußgängerzone - Rentner - Öffentlichkeit - PersonenFoto: Senioren in einer Fußgängerzone, Urheber: dts Nachrichtenagentur

Seit Neu­jahr haben Betrü­ger über 200 Mal bei Köl­ner Senio­rin­nen und Senio­ren ange­ru­fen und sich als Poli­zis­ten aus­ge­ge­ben, um an Geld und Schmuck zu gelangen.

Am Diens­tag erbeu­te­ten sie so meh­re­re Tau­send Euro einer 75-jäh­ri­gen Frau in Köln-Buch­forst. Am Mon­tag  und Diens­tag erhielt die 75-Jäh­ri­ge meh­re­re Anru­fe von Betrü­gern, die sich als „Herr Kropp und Herr Wink­ler vom Poli­zei­prä­si­di­um Köln” aus­ga­ben. Namen und Tele­fon­num­mern der Senio­rin woll­ten sie bei zwei fest­ge­nom­me­nen Ein­bre­chern gefun­den haben. Nun sei das Ver­mö­gen der Ange­ru­fe­nen in Gefahr. Durch eine geschick­te Gesprächs­füh­rung erfuh­ren die fal­schen Beam­ten von den Erspar­nis­sen der Köl­ne­rin und brach­ten die­se letzt­lich dazu, Geld von der Bank zu holen und in einer Tüte vor ihre Haus­tür zu legen. Kurz dar­auf war die Tüte verschwunden.

Nach der ers­ten Über­ga­be ver­such­ten die fal­schen Poli­zis­ten durch wei­te­re Anru­fe noch mehr Geld von der mitt­ler­wei­le miss­trau­isch gewor­de­nen Rent­ne­rin zu erbeu­ten. Wäh­rend eines Tele­fo­nats soll­te die Frau die 110 wäh­len, um so sicher zu sein, mit der ech­ten Poli­zei zu spre­chen. Da die Lei­tung aber nicht unter­bro­chen wur­de, sprach sie in Wirk­lich­keit nur mit einem wei­te­ren Betrü­ger. Spä­ter spiel­ten die Unbe­kann­ten sogar ein Ton­band ab, auf dem ein angeb­lich mit­ge­schnit­te­ner Woh­nungs­ein­bruch zu hören war. Die Senio­rin reagier­te nicht auf die For­de­run­gen, leg­te auf und ging mit ihrer Schwie­ger­toch­ter zu einer Polizeiwache.

Anläss­lich des aktu­el­len Falls stellt die Poli­zei Köln klar: Die rich­ti­ge Poli­zei ruft nie­mals mit der 110 an. In sol­chen Fäl­len soll man immer sofort auf­le­gen. Im Anschluss auf ein Frei­zei­chen war­ten und sofort die Poli­zei anru­fen. Man soll auch nicht die Wahl­wie­der­ho­lung des Tele­fons nut­zen und sofort auf­le­gen, wenn jemand nach dem Ver­mö­gen fragt.

Anmer­kun­gen zum Bei­trag? Hin­weis an die Redak­ti­on sen­den.