NRW: IG Metall droht mit Warn­streiks ab November

Fahndungsbild - Mensch - Mann - Diebstahl - Girocard - EC-Karte - Februar 2020Foto: Fahndungsbild der Polizei Köln nach Diebstal am Geldautomaten (Februar 2020), Urheber: Polizei Köln

Die IG Metall hat bereits vor der zwei­ten Tarif­run­de der Metall- und Elek­tro­in­dus­trie in NRW am Frei­tag indi­rekt mit Warn­streiks ab Novem­ber gedroht.

Er erwar­te von den Arbeit­ge­bern ein Ange­bot, „das Zeit­spiel ist vor­bei, sie müs­sen jetzt eine Zahl nen­nen”, sag­te Knut Gies­ler, Bezirks­lei­ter und Ver­hand­lungs­füh­rer der IG Metall in NRW, der West­deut­schen All­ge­mei­nen Zei­tung (WAZ/Mittwochausgabe). Wenn nicht, wer­de es „schwie­rig, noch vor Ende der Frie­dens­pflicht Ende Okto­ber zu einer Lösung zu kom­men”. Nach der zwei­ten Run­de an die­sem Frei­tag kom­men die Herbst­fe­ri­en, dann naht der Stich­tag 31. Okto­ber 2022. „Wir berei­ten uns bereits jetzt best­mög­lich auf mög­li­che Arbeits­kampf­maß­nah­men ab Novem­ber vor”, sag­te Gies­ler der WAZ.

Er ließ zugleich durch­bli­cken, dass die von der Bun­des­re­gie­rung emp­foh­le­ne steu­er- und abga­ben­freie Son­der­prä­mie von bis zu 3.000 Euro „Teil eines Lösungs­pa­kets sein” kön­ne, „etwa mit Fest­be­trä­gen für eine gewis­se Zeit”, so Gies­ler. „Das wäre auch eine star­ke sozia­le Kom­po­nen­te, wie wir sie for­dern, weil die unte­ren Ent­gelt­grup­pen beson­ders viel davon hät­ten. Aber wir brau­chen auch dau­er­haf­te Erhö­hun­gen, weil abseh­bar auch die Ener­gie­prei­se dau­er­haft hoch blei­ben”, sag­te er.

Der NRW-Chef der IG Metall beton­te, die Tarif­part­ner könn­ten nicht die gesam­te Infla­ti­on von der­zeit rund acht Pro­zent auf­fan­gen, die kriegs­be­dingt enorm hohen Ener­gie­prei­se müs­se der Staat dämp­fen. Bei­des sei enorm wich­tig, denn: „Wenn wir den Leu­ten jetzt nicht die Angst vor der nächs­ten Rech­nung neh­men, ris­kie­ren wir, dass die brau­nen Rat­ten­fän­ger im Herbst die Ober­hand gewin­nen”, sag­te Gies­ler der WAZ. Er for­der­te zudem dau­er­haft nied­ri­ge­re Prei­se für ener­gie­in­ten­si­ve Unter­neh­men. Schmie­den, Gie­ße­rei­en und Kalt­walz­be­trie­be bräuch­ten auch mit­tel­fris­tig bezahl­ba­re Ener­gie­prei­se. „Nach­bar­län­der haben Indus­trie­prei­se für Ener­gie, dar­über muss auch in Deutsch­land nach­ge­dacht wer­den, wenn wir inter­na­tio­nal kon­kur­renz­fä­hig blei­ben wol­len”, sag­te Giesler.

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