Ber­lin: Spahn setzt bei Schutz­mas­ken-Beschaf­fung auf China

Mann - Maske - Straße - Bushaltestelle - ÖffentlichkeitFoto: Mann mit einer Maske in der Öffentlichkeit, Urheber: dts Nachrichtenagentur

Das Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­te­ri­um setzt bei der Beschaf­fung von per­sön­li­cher Schutz­aus­stat­tung wie Mas­ken auf Ein­käu­fe in China.

„Vor allem die Beschaf­fung vor Ort in Chi­na zeigt kurz­fris­tig Wir­kung. Sie erlaubt den Zugriff auf sehr gro­ße Kapa­zi­tä­ten der bis­her über­wie­gend dort ange­sie­del­ten Her­stel­ler”, schreibt das Res­sort von Minis­ter Jens Spahn (CDU) auf eine Anfra­ge des FDP-Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­ten Alex­an­der Mül­ler, über wel­che die „Welt” (Sams­tags­aus­ga­be) berichtet.

Zugleich hob das Minis­te­ri­um her­vor, durch „lie­fer- und pro­duk­ti­ons­in­ten­si­vie­ren­de Maß­nah­men” Anrei­ze auch für deut­sche Unter­neh­men zu set­zen und „in Deutsch­land per­sön­li­che Schutz­aus­rüs­tung zu pro­du­zie­ren”. Aller­dings mehr­ten sich Fäl­le, in denen deut­sche Unter­neh­men sich mit Ange­bo­ten an das Minis­te­ri­um wen­de­ten, aber eine Absa­ge erhiel­ten – mit der Begrün­dung, die Bun­des­re­gie­rung kon­zen­trie­re sich „gegen­wär­tig bei der Beschaf­fung per­sön­li­cher Schutz­aus­stat­tung auf direk­te Ver­trags­be­zie­hun­gen mit Her­stel­lern aus Asi­en”. Mül­ler kri­ti­sier­te die­se ableh­nen­den Schrei­ben und warf Spahn vor, „ziem­lich kalt­schnäu­zig” in Chi­na ein­zu­kau­fen, „statt deut­schen Her­stel­lern auch eine Chan­ce zu geben und die Umstel­lung der Pro­duk­ti­on hier­zu­lan­de zu honorieren”.

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