Istan­bul: Tür­ki­sches Gericht ver­ur­teilt Deniz Yücel zu Haftstrafe

Free - Deniz - Plakat - Häuser - Dach - Hochhaus - Axel-Springer - BerlinFoto: "#FreeDeniz" auf Axel-Springer-Hochhaus (Berlin), Urheber: dts Nachrichtenagentur

Deniz Yücel ist wegen „Pro­pa­gan­da für eine ter­ro­ris­ti­sche Orga­ni­sa­ti­on” zu einer Haft­stra­fe von über zwei Jah­ren ver­ur­teilt worden.

Das berich­ten meh­re­re Medi­en über­ein­stim­mend. Das Urteil in Istan­bul wur­de dem­nach am Don­ners­tag in Abwe­sen­heit Yücels gesprochen.

Kon­kret geht es in der Ver­ur­tei­lung des Kor­re­spon­den­ten der „Welt” um angeb­li­che Pro­pa­gan­da für die ver­bo­te­ne kur­di­sche Arbei­ter­par­tei PKK. Vom Vor­wurf der Volks­ver­het­zung wur­de er Medi­en­be­rich­ten zufol­ge frei­ge­spro­chen. Antre­ten wird Yücel sei­ne Haft­stra­fe aber wohl nicht. Der Jour­na­list hat­te sich von Febru­ar 2017 bis Febru­ar 2018 ohne Ankla­ge­schrift in einem Hoch­si­cher­heits­ge­fäng­nis in Istan­bul in Unter­su­chungs­haft befun­den. Nach sei­ner Ent­las­sung aus der Haft kehr­te er nach Deutsch­land zurück. Der Fall hat­te für hef­ti­ge inter­na­tio­na­le Kri­tik gesorgt und die deutsch-tür­ki­schen Bezie­hun­gen schwer belastet.

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