Kre­dit­in­sti­tu­te: Pro­ble­me bei Umstel­lung auf Onlinebanking-Verfahren

DKB - Deutsche Kreditbank AG - Bank - Kreditinstitut - Logo - BankingFoto: Sicht auf das Logo der Deutschen Kreditbank (DKB) Urheber: dts Nachrichtenagentur

Im Zuge der Umstel­lung auf das neue Online­ban­king-Ver­fah­ren haben offen­bar zahl­rei­che Kun­den kei­nen Zugriff mehr auf ihre Konten.

Gleich­zei­tig kön­nen die Kun­den ihre Ban­ken nur schwer über die tele­fo­ni­sche Hot­line errei­chen, um Hil­fe zu bekom­men: „Bei uns sind in den ver­gan­ge­nen Wochen Beschwer­den im drei­stel­li­gen Bereich wegen Umstel­lungs­pro­ble­men auf das neue Online-Ver­fah­ren PSD2 ein­ge­gan­gen”, sag­te Kay Gör­ner, Rechts­re­fe­rent bei den Markt­wäch­tern der Ver­brau­cher­zen­tra­le Sach­sen, den Zei­tun­gen der Fun­ke-Medi­en­grup­pe (Frei­tags­aus­ga­ben). Vie­le Beschwer­den beträ­fen das „Online-Ban­king der DKB. Es gibt aber auch meh­re­re Beschwer­den über die ING-DiBa und ein­zel­ne Raiff­ei­sen­ban­ken”, so der Ver­brau­cher­schüt­zer weiter.

Vie­le Kun­den berich­te­ten, dass sie kei­nen Zugang mehr zu ihrem Online-Kon­to haben oder die TAN-App nicht rei­bungs­los funk­tio­nie­re. Die Kun­den hät­ten zudem Pro­ble­me, mit ihrer Bank Kon­takt auf­zu­neh­men. „Bei den Hot­line-Num­mern neh­me ent­we­der nie­mand ab oder sie wür­den aus der Lei­tung gewor­fen, wenn sie glau­ben, dass sie end­lich jemand erreicht haben. Ande­re berich­ten von sehr lan­gen War­te­zei­ten”, sag­te Görner.

Die Ver­brau­cher­schüt­zer prü­fen nun recht­li­che Schrit­te gegen die schlech­te Erreich­bar­keit der DKB-Bank. „Mit die­sem Vor­ge­hen ver­let­zen Ban­ken aus unse­rer Sicht die gesetz­li­chen Vor­ga­ben”, so Gör­ner. Gesetz­lich sei vor­ge­schrie­ben (§ 675 m Abs. 1 Nr.3 BGB), dass Ban­ken erreich­bar sein müs­sen, wenn Kun­den nicht auf ihr Kon­to zugrei­fen kön­nen. „Doch dies ist der­zeit bei der DKB offen­bar nicht gewähr­leis­tet. Kun­den müs­sen auf ihr Kon­to zugrei­fen, sonst ist ihre finan­zi­el­le Exis­tenz in Gefahr”, so der Ver­brau­cher­schüt­zer. Fak­tisch sei durch das Nicht­er­rei­chen ihr Kon­to gesperrt.

Die DKB kann die Beschwer­den nicht nach­voll­zie­hen. „Wir haben kei­ne tech­ni­schen Ein­schrän­kun­gen bei der Umstel­lung”, sag­te der Pres­se­spre­cher Tobi­as Cam­pi­no-Spa­eing den Zei­tun­gen der Fun­ke-Medi­en­grup­pe. Aller­dings räum­te er ein, dass es der­zeit nur „eine ein­ge­schränk­te Erreich­bar­keit” der Hot­line gebe, da „über­durch­schnitt­lich vie­le Kun­den anru­fen”. Tat­säch­lich gebe es unter den 4,1 Mil­lio­nen DKB-Kun­den vie­le Nach­fra­gen zu dem neu­en Log­in-Ver­fah­ren (PSD2), so Cam­pi­no-Spa­eing weiter.

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