Ruhrgebiet: 24 Stunden lang an den Bahnhöfen Passanten kontrolliert

Bundespolizeirevier Essen - Essen HauptbahnhofFoto: Bundespolizeirevier Essen am Essener Hauptbahnhof (Essen-Ostviertel)

In Zusammenarbeit mit anderen Städten haben Bundespolizisten in den vergangenen 24 Stunden Hauptbahnhöfe im Ruhrgebiet kontrolliert. Dabei wurden einige Minderjährige festgenommen.

Die großen Hauptbahnhöfe im Ruhrgebiet sind Anziehungspunkte für Menschen aller Art und Herkunft, dazu gehören auch Kinder und Jugendliche. Gerade größerer Bahnhöfe mit entsprechenden Alkohol- und Drogenszene können zu später Stunden bzw. Nachtzeit als jugendgefährdende Orte im Sinne des Jugendschutzgesetzte gelten, weshalb die Bundespolizei die Treffpunkte dort beobachtet und regelmäßig Kinder und Jugendliche zu ihrem eigenen Schutz in Gewahrsam nimmt.

In den vergangenen 24 Stunden (Mittwoch ab 00:00 Uhr bis 24:00 Uhr) nahm die Bundespolizei an den Bahnhöfen in Dortmund und Essen insgesamt zehn Kinder und Jugendliche in Schutzgewahrsam. Teilweise konnten sie ihren Erziehungsberechtigten übergeben werden. In mehreren Fällen wurden sie in Jugendschutzeinrichtungen gebracht.

Hauptbahnhof Bochum um 00:15 Uhr:
Drei Hagenerinnen wurden durch den Prüfdienst einer Abellio-Bahn in der RB 40 festgestellt. Bundespolizisten nehmen die drei Kinder in Schutzgewahrsam. Die Erziehungsberechtigten holten ihre Kinder anschließend von der Bundespolizeiwache in Bochum ab.

Hauptbahnhof Essen um 00:31 Uhr:
Ein 17-jähriger Jugendlicher aus Erfurt nutzt einen ICE ohne Fahrausweis. Bei seiner Kontrolle durch die Bundespolizisten nehmen diese den Erfurter in Schutzgewahrsam. Nach Rücksprache mit der Mutter des 17-Jährigen wird er in eine Jugendschutzstelle gebracht.

Hauptbahnhof Essen um 00:40 Uhr.
Ein 12-jähriges Kind aus Gladbeck wird von seinen Eltern vermisst. Nach Rücksprache mit der Essener Polizei soll sich das Kind am Hauptbahnhof aufhalten. In einem Schnellrestaurant wird der Junge entdeckt und mit zur Wache genommen. Dort wird er später von den Eltern abgeholt.

Hauptbahnhof Dortmund um 12:30 Uhr:
Eine 15-Jährige wird im Hauptbahnhof durch Einsatzkräfte der Bundespolizei überprüft. Dabei stellte sich heraus, dass die Jugendliche als vermisste Person, durch die Polizei in Magdeburg zur Ingewahrsamnahme ausgeschrieben war. Nach Rücksprache mit dem Dortmunder Jugendamt wird das Mädchen in eine Jungendschutzeinrichtung gebracht.

Hauptbahnhof Dortmund um 12:40 Uhr:
Bundespolizisten überprüften einen 14-jährigen Jugendlichen im Personentunnel des Hauptbahnhofs. Bei seiner fahndungsmäßigen Überprüfung stellte sich ebenfalls heraus, dass das Dortmunder Jugendamt den 14-Jährigen als vermisste Person zur Ingewahrsamnahme ausgeschrieben hat. Nach Rücksprache mit der zuständigen Behörde wurde auch er in eine Jugendschutzstelle gebracht.

Hauptbahnhof Dortmund  um 12:55 Uhr:
Einsatzkräfte sprechen einen 14-Jährigen auf einem Bahnsteig im Hauptbahnhof an. Bei seiner anschließenden Überprüfung stellte sich heraus, dass der Jugendliche als vermisste Person, durch die Polizei in Unna zur Ingewahrsamnahme ausgeschrieben war. Auch er wurde später in eine Jugendschutzeinrichtung entlassen.

Hauptbahnhof Dortmund um 15:30 Uhr:
Ein 13-jähriger Dortmunder meldete sich in der Wache der Bundespolizei am Hauptbahnhof. Der Junge erklärte den Beamten, dass er aus einer Klinik abgängig wäre und deshalb als Vermisst gemeldet sei. Eine Recherche bestätigte die Angaben des 13-Jährigen. Er wurde daraufhin in Gewahrsam genommen und seinem Erziehungsberechtigten übergeben.

Hauptbahnhof Bochum um 24:00 Uhr:
Während einer Bestreifung der S-Bahn 1 überprüfen Bundespolizisten in dem Zug einen 14-jährigen Jungen. Auch der Jugendliche wurde durch die Dortmunder Polizei als vermisst gemeldet und zur Ingewahrsamnahme ausgeschrieben. Nach Rücksprache mit den zuständigen Stellen, wurde er in eine Bochumer Jugendschutzstelle gebracht.

Insgesamt kontrolliert wurden die Bahnhöfe und Hauptbahnhöfe in den Städten Bochum, Dortmund, Erfurt, Essen, Gladbeck und Unna.

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