Ber­lin: Bund gibt 640 Mil­lio­nen Euro zur Sportstätten-Sanierung

Fußball - Derbystar - Wiese - FußballfeldFoto: Sicht auf ein Fußballfeld mit Fußbällen, Urheber: dts Nachrichtenagentur

Das Bun­des­in­nen­mi­nis­te­ri­um hat für die Sanie­rung kom­mu­na­ler Sport­stät­ten 640 Mil­lio­nen Euro in Aus­sicht gestellt.

Das ergibt sich aus der Ant­wort des Minis­te­ri­ums auf eine Anfra­ge des Par­la­men­ta­ri­schen Geschäfts­füh­rers der Links­frak­ti­on im Bun­des­tag, Jan Kor­te, über die das „Redak­ti­ons­netz­werk Deutsch­land” (Mitt­woch­aus­ga­ben) berich­tet. „Der Inves­ti­ti­ons­pakt ist im Eck­wer­te­be­schluss für den Bun­des­haus­halt 2021 und die mit­tel­fris­ti­ge Finanz­pla­nung mit 110 Mil­lio­nen Euro für die Jah­re bis 2023 vor­ge­se­hen, in 2024 mit 160 Mil­lio­nen Euro”, heißt es darin.

„Mit dem Kon­junk­tur­pa­ket wer­den wei­te­re 150 Mil­lio­nen Euro Pro­gramm­mit­tel in 2020 zur Ver­fü­gung gestellt.” Die­se zusätz­li­chen Mit­tel sei­en im zwei­ten Nach­trags­haus­halt 2020 abge­bil­det. „Der Inves­ti­ti­ons­pakt Sport­stät­ten („Gol­de­ner Plan”) wird damit bereits in 2020 star­ten.” Wie aus der Ant­wort wei­ter her­vor­geht, haben nach einem Auf­ruf im Rah­men des Bun­des­pro­gramms „Sanie­rung kom­mu­na­ler Ein­rich­tun­gen in den Berei­chen Sport, Jugend und Kul­tur” im Jahr 2018 rund 1.300 Städ­te und Gemein­den Inter­es­se an Zuwen­dun­gen signa­li­siert. Rund 400-mal ging es um die Sanie­rung bezie­hungs­wei­se den Neu­bau von Schwimmbädern.

Kor­te kri­ti­sier­te die ange­kün­dig­ten Mit­tel als unzu­rei­chend. Schließ­lich habe Bun­des­in­nen­mi­nis­ter Horst See­hofer (CSU) bei der Mit­glie­der­ver­samm­lung des Deut­schen Olym­pi­schen Sport­bun­des (DOSB) im Dezem­ber 2019 einen „Gol­de­nen Plan” zur Moder­ni­sie­rung von Sport­stät­ten in Mil­li­ar­den­hö­he ver­spro­chen. Und allein bei Schwimm­bä­dern gebe es bun­des­weit einen Sanie­rungs­stau von 4,6 Mil­li­ar­den Euro. „Was Bun­des­in­nen­mi­nis­ter See­hofer hier vor­legt, ist kein Gol­de­ner Plan, son­dern ein ros­ti­ger Not­na­gel”, sag­te der Lin­ken-Poli­ti­ker dem RND. „Gera­de bei der Sanie­rung von Schwimm­bä­dern brau­chen die Kom­mu­nen drin­gend Unter­stüt­zung.” Wenn noch mehr Bäder geschlos­sen wür­den, könn­ten noch weni­ger Schu­len Schwimm­un­ter­richt anbie­ten. „Gera­de für die, die sich kei­nen Som­mer­ur­laub am Meer leis­ten kön­nen, ist ein Schwimm­bad vor Ort unver­zicht­bar”, so der Linken-Politiker.

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