Ber­lin: Bun­des­tag stimmt für Afghanistan-Einsatz-Verlängerung

Bundeswehr - Streitkräfte - Uniform - Deutschland - Mann - PersonFoto: Bundeswehrsoldat in einer Uniform, Urheber: dts Nachrichtenagentur

Der Bun­des­tag hat mehr­heit­lich für die wei­te­re Bun­des­wehr-Betei­li­gung am Ein­satz Reso­lu­te Sup­port in Afgha­ni­stan gestimmt.

Der Antrag wur­de mit 432 Ja-Stim­men gegen 176 Nein-Stim­men ange­nom­men, 21 Abge­ord­ne­te ent­hiel­ten sich. Das Man­dat wird damit bis Janu­ar 2022 ver­län­gert. Wie bis­her sol­len bis zu 1.300 Sol­da­ten im Rah­men der NATO-Aus­bil­dungs‑, Bera­tungs- und Unter­stüt­zungs­mis­si­on „Reso­lu­te Sup­port” ent­sen­det wer­den kön­nen. Aus­bil­dung, Bera­tung und Unter­stüt­zung durch die deut­schen Kräf­te fin­den in Kabul, Bagram, Masar‑e Scha­rif und Kun­duz, dar­über hin­aus wei­ter­hin in Ein­zel­fäl­len und zeit­lich begrenzt auch im übri­gen Ope­ra­ti­ons­ge­biet in Afgha­ni­stan statt.

Auf­trag der Mis­si­on ist es, die afgha­ni­schen natio­na­len Ver­tei­di­gungs- und Sicher­heits­kräf­te zu befä­hi­gen, ihrer Sicher­heits­ver­ant­wor­tung nach­zu­kom­men. Dazu sol­len sie vor­ran­gig auf der minis­te­ri­el­len und der natio­na­len insti­tu­tio­nel­len Ebe­ne bera­ten und unter­stützt werden.

Die Bun­des­wehr­sol­da­ten sol­len laut dem Man­dat „über die Siche­rung des von der NATO ein­ge­setz­ten Per­so­nals hin­aus auch im zivi­len Wie­der­auf­bau ein­ge­setz­tes Per­so­nal der inter­na­tio­na­len Gemein­schaft im Not­fall” und in Abstim­mung mit der afgha­ni­schen Sei­te unter­stüt­zen dürfen.

Die Kos­ten der Man­dats­ver­län­ge­rung bezif­fert die Bun­des­re­gie­rung für den Zeit­raum vom 1. April 2021 bis zum 31. Janu­ar 2022 vor­aus­sicht­lich auf ins­ge­samt rund 382 Mil­lio­nen Euro. Bun­des­au­ßen­mi­nis­ter Hei­ko Maas begrüß­te das: „Wir brau­chen die­se Fle­xi­bi­li­tät”, schrieb er am Don­ners­tag­abend auf Twit­ter. „Denn: Wir wol­len im Bünd­nis unser mili­tä­ri­sches Enga­ge­ment in Afgha­ni­stan gemein­sam been­den, aber wir wol­len das ver­ant­wor­tungs­voll tun. Hier­für brau­chen wir mehr Zeit”, so der Minister.

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