Ber­lin: Innen­mi­nis­te­ri­um beklagt Flücht­lings­la­ger-Zustand auf Samos

Bundesinnenministerium - Ministerium des Innern - BMI - Fenster - Gebäude - Zaun - BäumeFoto: Sicht auf das Bundesinnenministerium, Urheber: dts Nachrichtenagentur

Eine Beam­tin des Bun­des­in­nen­mi­nis­te­ri­ums beklagt den „desas­trö­sen Zustand” des Flücht­lings­la­gers auf der grie­chi­schen Insel Samos.

Das berich­tet der „Spie­gel” in sei­ner neu­en Aus­ga­be. Die Minis­te­ri­al­rä­tin berich­te­te Par­la­men­ta­ri­ern des Innen­aus­schus­ses von einem Besuch der Ein­rich­tung im Juni. Das Lager sei eigent­lich nur für etwa 650 Migran­ten aus­ge­legt, tat­säch­lich leb­ten dort mehr als 6.000. „Es ent­spricht wirk­lich nicht euro­päi­schen Stan­dards, in kei­ner Wei­se”, sag­te die Beam­tin laut Protokoll.

Ihre Dele­ga­ti­on hat­te sich vor allem ange­se­hen, wie min­der­jäh­ri­ge Flücht­lin­ge unter­ge­bracht wer­den. Bei den Jun­gen war laut der Beam­tin „die Unter­kunft total zer­stört, die Toi­let­ten haben kei­ne Türen”. Alles sei kaputt. Die Mäd­chen müss­ten sich dem­nach einen Con­tai­ner tei­len und hät­ten „alle auf dem Boden” gelegen.

Das Innen­mi­nis­te­ri­um will 243 kran­ke Flücht­lings­kin­der aus Grie­chen­land nach Deutsch­land holen. Sie lei­den etwa unter Hepa­ti­tis, Hirn­schä­den, Läh­mun­gen oder Nie­ren- und Herz­in­suf­fi­zi­enz. Mit den Kin­dern sol­len 685 Ange­hö­ri­ge nach Deutsch­land kom­men. Die ers­ten Fami­li­en sol­len Ende Juli eintreffen.

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