BMF: Bund macht 2022 fast 100 Mil­li­ar­den Euro neue Schulden

Bundesministerium der Finanzen - Bundesbehörde - Wilhelmstraße - BerlinFoto: Hauptsitz von dem Bundesministerium der Finanzen (Berlin), Urheber: dts Nachrichtenagentur

Der Bund wird im kom­men­den Jahr 99,7 Mil­li­ar­den Euro neue Schul­den in Deutsch­land machen.

Dies geht aus der Kabi­netts­vor­la­ge zum Bun­des­haus­halt 2022 und der Finanz­pla­nung 2025 her­vor, über die das „Han­dels­blatt” (Diens­tags­aus­ga­be) berich­tet. Bis­lang hat­te das Bun­des­fi­nanz­mi­nis­te­ri­um in sei­nen Eck­wer­ten eine Net­to­kre­dit­auf­nah­me von 81,5 Mil­li­ar­den Euro geplant. Die Aus­ga­ben des Bun­des im Jahr 2022 belau­fen sich auf ins­ge­samt 443 Mil­li­ar­den Euro. Die höhe­re Ver­schul­dung im Jahr 2022 ist vor allem höhe­ren Aus­ga­ben für Gesund­heit, Kli­ma, Pfle­ge und Ver­tei­di­gungs­aus­ga­ben geschul­det. So sieht der Regie­rungs­ent­wurf für 2022 Gesund­heits­aus­ga­ben in Höhe von ins­ge­samt 26,2 Mil­li­ar­den Euro vor. Die ursprüng­li­che Pla­nung lag bei 15,6 Mil­li­ar­den Euro.

Außer­dem för­dert die Bun­des­re­gie­rung unter ande­rem „Pro­jek­te im Bereich der Mikro­elek­tro­nik” in 2022 mit einer Mil­li­ar­de Euro. Zuletzt war es zu Eng­päs­sen bei Halb­lei­tern gekom­men. Im Jahr 2023 plant die Bun­des­re­gie­rung mit einer Net­to­neu­ver­schul­dung von 5,4 Mil­li­ar­den Euro, 2024 mit 12,0 Mil­li­ar­den und 2025 mit 11,8 Mil­li­ar­den Euro. Dabei rech­net das Bun­des­fi­nanz­mi­nis­te­ri­um dank etwas bes­ser lau­fen­den Steu­er­ein­nah­men mit klei­ne­ren Haus­halts­lü­cken als bislang.

Der soge­nann­te Hand­lungs­be­darf „beträgt im neu­en Finanz­plan rund 6,2 Mil­li­ar­den im Jahr 2025 und konn­te damit mitt­ler­wei­le bereits deut­lich unter den in den Eck­wer­ten aus­ge­wie­se­nen Hand­lungs­be­darf in Hohe von ins­ge­samt 20,1 Mil­li­ar­den Euro gesenkt wer­den”, heißt es im Kabinettsentwurf.

Die Til­gungs­ver­pflich­tun­gen aus den auf­ge­nom­me­nen Coro­na-Schul­den belau­fen sich ab 2023 auf zwei Mil­li­ar­den und ab 2026 auf 20,5 Mil­li­ar­den Euro jähr­lich. Zudem rech­net der Bund wegen der stei­gen­den Infla­ti­on mit deut­lich höhe­ren Zins­aus­ga­ben, die­se sei­en mit 14 Mil­li­ar­den Euro dop­pelt so hoch wie 2020 ver­an­schlagt, heißt es in der Kabinettsvorlage.

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