EU: Kom­mis­si­on droht Twit­ter mit hohen Geldstrafen

Twitter - Hauptsitz - Gebäude - San Francisco - KalifornienFoto: Sicht auf den Hauptsitz von Twitter (Kalifornien)

Die Euro­päi­sche Kom­mis­si­on droht US-Unter­neh­mer Elon Musk nach des­sen Twit­ter-Über­nah­me mit Millionenstrafen.

„Musk soll­te unse­re Ent­schlos­sen­heit nicht unter­schät­zen, die gro­ßen Platt­for­men zur Ver­ant­wor­tung und zur Rechen­schaft zu zie­hen”, sag­te die Vize­prä­si­den­tin der EU-Kom­mis­si­on, Vera Jou­ro­va, dem Nach­rich­ten­ma­ga­zin „Focus”. Man wer­de „nicht akzep­tie­ren, dass der euro­päi­sche Infor­ma­ti­ons­raum wie­der durch Des­in­for­ma­ti­on oder rus­si­sche Pro­pa­gan­da ver­gif­tet wird”. Jou­ro­va zeig­te sich über die jüngs­ten Ent­wick­lun­gen bei Twit­ter nach der Über­nah­me durch Musk „besorgt”. Das Unter­neh­men müs­se auch unter sei­nem neu­en Eigen­tü­mer die Platt­form-Regeln der EU akzep­tie­ren, die Nut­zer vor Des­in­for­ma­ti­on, Hass­re­de und ter­ro­ris­ti­schen Inhal­ten schützen.

Die tsche­chi­sche EU-Kom­mis­sa­rin ver­wies auf den Digi­tal Ser­vices Act der EU, der zum 16. Novem­ber 2022 in Kraft trat und Sank­ti­ons­mög­lich­kei­ten vor­sieht. Dabei han­de­le es sich bei wil­lent­li­chen Ver­stö­ßen um Geld­stra­fen in Höhe von bis zu sechs Pro­zent des Jah­res­um­sat­zes. „Wir wer­den – wenn nötig – nicht davor zurück­schre­cken, wie­der­holt von die­sem Instru­ment Gebrauch zu machen”, beton­te Jou­ro­va gegen­über dem Nach­rich­ten­ma­ga­zin. Man wer­de das neue Gesetz „kraft­voll” durchsetzen.

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