Grü­nen: Par­tei bricht Mit­glie­der- und Spendenrekorde

Die Grünen - Politik - Zukunft wird aus Mut gemacht - Parteitag - Juni 2017Foto: Grünen-Parteitag Juni 2017, Urheber: dts Nachrichtenagentur

Die Bünd­nis­grü­nen bre­chen im Super­wahl­jahr 2021 ihre bis­he­ri­gen Spen­den- und Mitgliederrekorde.

„Seit der Nomi­nie­rung von Anna­le­na Baer­bock hat­ten wir über 3.700 Ein­trit­te in die Par­tei”, sag­te Grü­nen-Bun­des­ge­schäfts­füh­rer Micha­el Kell­ner der „Welt am Sonn­tag”. Man lie­ge jetzt bei über 110.000 Mit­glie­dern. „Im Super­wahl­jahr 2021 hat­ten wir auf 700.000 Euro gehofft. Nun sind wir bei 2,5 Mil­lio­nen Euro, dar­un­ter sind Groß­spen­den, aber auch sehr vie­le klei­ne­re Beträ­ge”, so Kell­ner weiter.

Den Wahl­kampf­etat kön­ne man nun erhö­hen. „Aktu­ell pla­nen wir ins­ge­samt mit zwölf Mil­lio­nen Euro. Das ist etwa dop­pelt so viel wie noch 2017, aber wei­ter­hin deut­lich weni­ger als den bei­den gro­ßen Par­tei­en zur Ver­fü­gung steht”, sag­te der Grü­nen-Poli­ti­ker. Er kün­dig­te an, „fünf­stel­li­ge Sum­men auch an die Lan­des­ver­bän­de in Thü­rin­gen, Sach­sen-Anhalt und Meck­len­burg-Vor­pom­mern” abzu­ge­ben, die in die­sem Jahr zusätz­lich auch Land­tags­wah­len zu bestrei­ten haben. „Vor einem hal­ben Jahr noch wur­de ich in Ber­lin ungläu­big bestaunt, wenn ich gesagt habe, dass es im Sep­tem­ber zu einem Duell zwi­schen Grün und Schwarz kommt”, sag­te Kell­ner der „Welt am Sonntag”.

Die stra­te­gi­sche Ansa­ge sei es nun, „die Uni­on her­aus­zu­for­dern”. Man sei der „Haupt­geg­ner” von CDU/CSU. Das habe sich auch wäh­rend der Pan­de­mie nicht geän­dert. „Wir kämp­fen mit der Uni­on um Platz 1”. Intern stel­len sich die Grü­nen auch auf eine deut­li­che Ver­grö­ße­rung ihrer Bun­des­tags­frak­ti­on ein. Wie groß die nächs­te Bun­des­tags­frak­ti­on der Bünd­nis­grü­nen sein wer­de, ent­schie­den die Wäh­ler, nicht Umfra­gen, sag­te die par­la­men­ta­ri­sche Geschäfts­füh­re­rin der Grü­nen, Brit­ta Haßel­mann, der „Welt am Sonn­tag”. Man erwar­te aber ein grö­ße­res Wachs­tum der Frak­ti­on und berei­te sich ent­spre­chend vor. „Und wir stel­len uns auch auf eine ande­re Rol­le ein. Nach 16 Jah­ren in der Oppo­si­ti­on wol­len wir Regie­rungs­frak­ti­on wer­den”. Die meis­ten der bis­he­ri­gen Frak­ti­ons­mit­glie­der wür­den auch in der 20. Legis­la­tur­pe­ri­ode „vor­aus­sicht­lich wie­der dabei sein”, sag­te Haßel­mann weiter.

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