Mas­ken­af­fä­re: Georg Nüß­lein ver­lässt auch die CSU

CSU-Logo - Christlich-Soziale Union - Bayern - ParteiFoto: Logo der Chrislich-Soziale Union in Bayern, Urheber: dts Nachrichtenagentur

Die Uni­ons­frak­ti­on hat­te er schon ver­las­sen, jetzt tritt Georg Nüß­lein auch aus der CSU aus.

Das teil­te CSU-Gene­ral­se­kre­tär Mar­kus Blu­me am Mon­tag nach einer Gre­mi­en­sit­zung mit. Der Par­tei­aus­tritt wer­de noch am sel­ben Tag wirk­sam. „Die­ser Schritt war unaus­weich­lich, auch um wei­te­ren Scha­den von der CSU abzu­wen­den”, sag­te Blu­me. Offen­bar will Nüß­lein die letz­ten Mona­te sei­nes Bun­des­tags­man­da­tes aber unbe­dingt ret­ten. So hat­te er zwar ange­kün­digt, bei der nächs­ten Bun­des­tags­wahl nicht wie­der anzu­tre­ten, sein Man­dat nie­der­le­gen will er aber nicht.

Nüß­lein ist seit der Bun­des­tags­wahl 2002 Mit­glied des Deut­schen Bun­des­ta­ges, seit 2014 war er gar stell­ver­tre­ten­der Vor­sit­zen­der der CDU/C­SU-Bun­des­tags­frak­ti­on. Im Zuge einer Kor­rup­ti­ons­af­fä­re wur­de ihm seit Febru­ar öffent­lich vor­ge­wor­fen, einen Her­stel­ler medi­zi­ni­scher Schutz­mas­ken aus Hes­sen an das Gesund­heits­mi­nis­te­ri­um und an die Baye­ri­sche Staats­re­gie­rung ver­mit­telt zu haben – gegen eine angeb­lich sechs­stel­li­ge Provision.

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