Ukrai­ne: EU-Bei­tritt soll im Juni nächs­te Hür­de nehmen

Flagge - Europa - Europäische Union - FahnenmastFoto: Europaflagge an einem Fahnenmast hissend, Urheber: dts Nachrichtenagentur

Die Ukrai­ne könn­te auf ihrem ange­streb­ten Weg in die Euro­päi­sche Uni­on schon in weni­gen Wochen die nächs­te Hür­de nehmen.

Die Prü­fung des Kan­di­da­ten­sta­tus wer­de „mehr oder min­der Mit­te Juni” abge­schlos­sen sein, sag­te EU-Kom­mis­si­ons­prä­si­den­tin Ursu­la von der Ley­en am Diens­tag dem „Heu­te-Jour­nal” im ZDF. „Die­ser Pro­zess guckt danach, wie ist die Qua­li­tät des Fort­schritts. Es liegt am Land sel­ber, und die­se Chan­ce wol­len wir der Ukrai­ne geben, wirk­lich nach vor­ne zu kommen”.

Auch müs­se viel Geld in den Wie­der­auf­bau des Lan­des inves­tiert wer­den. „Wir wol­len nicht nur Inves­ti­tio­nen, son­dern wir wol­len das auch kop­peln mit Refor­men, die für die­ses Land auch not­wen­dig sind. Das ebnet übri­gens dann auch den Weg der Ukrai­ne in die Euro­päi­sche Uni­on”. Der Kan­di­da­ten­sta­tus sei aller­dings kein „Frei­fahrt­schein”, sag­te die EU-Kom­mis­si­ons­prä­si­den­tin. Für die Ukrai­ne gebe auch „kei­ne Abkür­zun­gen, son­dern es geht dar­um im Bei­tritts­pro­zess, dass man bestimm­te Stan­dards erfüllt, die wir alle erfül­len müs­sen in der Euro­päi­schen Uni­on, also wirt­schaft­lich, poli­tisch, rechts­staat­lich zum Beispiel”.

Zum geplan­ten Öl-Embar­go sag­te von der Ley­en: „Wir arbei­ten hart dar­an, dass wir die­ses Ölem­bar­go durch­set­zen kön­nen. Wir haben ein, zwei Mit­glied­staa­ten, die ech­te tech­ni­sche Pro­ble­me haben, näm­lich kei­nen Zugang zur Küs­te – des­halb also kein Öl über den See­weg bekom­men kön­nen”. Man müs­se sich dar­um küm­mern, wie man Pipe­lines erset­zen, Ölraf­fi­ne­rien auf­rüs­ten oder umrüs­ten, und wie man mehr in erneu­er­ba­re Ener­gien inves­tie­ren kön­ne, so von der Leyen.

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