UNRWA: USA wol­len Flücht­lings­hilfs­werk wie­der unterstützen

United Nations Relief and Works Agency - UNRWA - Hilfswerk - Flüchtlinge - FahneFoto: Fahne vor den Vereinten Nationen (USA), Urheber: dts Nachrichtenagentur

Die USA wol­len das Hilfs­werk der Ver­ein­ten Natio­nen für Paläs­ti­na-Flücht­lin­ge wie­der unterstützen.

Das teil­te US-Außen­mi­nis­ter Ant­o­ny Blin­ken am Mitt­woch­nach­mit­tag (Orts­zeit) mit. „Wir freu­en uns, die Wie­der­auf­nah­me der US-Unter­stüt­zung für das paläs­ti­nen­si­sche Volk bekannt zu geben. Es wird wich­ti­ge huma­ni­tä­re Hil­fe leis­ten und den regio­na­len Wohl­stand und die Sta­bi­li­tät för­dern, wäh­rend die ame­ri­ka­ni­schen Wer­te und Inter­es­sen geför­dert wer­den”, so Blinken.

Bun­des­au­ßen­mi­nis­ter Hei­ko Maas begrüß­te den Schritt: „Ich freue mich über die Ankün­di­gung der US-Regie­rung, die Unter­stüt­zung für UNRWA wie­der auf­zu­neh­men, denn sie sen­det aus mei­ner Sicht das rich­ti­ge Signal: Wir las­sen die Men­schen in der Regi­on nicht allein”, sag­te Maas am Mitt­woch. Die Arbeit des UNRWA wir­ke vor Ort sta­bi­li­sie­rend und sei unent­behr­lich – weil sie in ganz prak­ti­schen Berei­chen wie bei­spiels­wei­se der Gesund­heits­ver­sor­gung für sicht­ba­re Fort­schrit­te sor­ge und weil sie die Zukunfts­chan­cen für die Betrof­fe­nen ver­bes­se­re und kon­kre­te Per­spek­ti­ven schaf­fe. „Genau aus die­sem Grund unter­stützt Deutsch­land UNRWA schon seit Jah­ren tat­kräf­tig. Da die Her­aus­for­de­run­gen in Zei­ten von Coro­na nur noch grö­ßer gewor­den sind, kommt die Ankün­di­gung der US-Regie­rung zur rech­ten Zeit für die Betrof­fe­nen in der Regi­on”, so der SPD-Politiker.

Er hof­fe, dass sich wei­te­re Län­der anschlie­ßen und künf­tig wie­der dazu bei­tra­gen wer­den, dass die Orga­ni­sa­ti­on sei­ne wich­ti­gen Auf­ga­ben erfül­len kann. Im Jahr 2018 hat­ten die USA unter ihrer dama­li­gen Regie­rung die Finan­zie­rung für UNRWA ein­ge­stellt. Seit 2018 ist Deutsch­land größ­ter Geber des Hilfs­werks, allein im Jahr 2020 hat die Bun­des­re­gie­rung UNRWA 180 Mil­lio­nen Euro aus Mit­teln des Aus­wär­ti­gen Amts und des Bun­des­mi­nis­te­ri­ums für wirt­schaft­li­che Zusam­men­ar­beit und Ent­wick­lung zur Ver­fü­gung gestellt, ins­be­son­de­re für Ernäh­rungs­hil­fe und Covid-19-bezo­ge­ne Maß­nah­men sowie für Infra­struk­tur­maß­nah­men, Beschäf­ti­gungs­för­de­rung und Unter­stüt­zung im Bil­dungs- und Gesundheitsbereich.

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