Dor­ma­gen: Mahn­mal für Opfer rechts­ex­tre­mis­ti­scher Gewalt eingeweiht

Volker Lewerenz - Fachbereichsleiter Integration - Bürgermeister Erik Lierenfeld - Mehmet Güneysu - Vorsitzender des Integrationsrates - Mahnmal - März 2021Foto: Volker Lewerenz, Erik Lierenfeld und Mehmet Güneysu bei Mahnmal-Einweihung (Dormagen), Urheber: Stadt Dormagen

Anläss­lich des Inter­na­tio­na­len Tages gegen Ras­sis­mus hat die Stadt Dor­ma­gen eine neue Gedenk­stät­te eingeweiht.

Mit einem Mahn­mal im nörd­li­chen Bereich des Parks an der Haber­land­stra­ße erin­nert die Stadt Dor­ma­gen an die Mord­se­rie des Natio­nal­so­zia­lis­ti­schen Unter­grunds und alle wei­te­ren Opfer rechts­ex­tre­mis­ti­scher Gewalt.

„Wir möch­ten mit die­ser Gedenk­stät­te der Opfer geden­ken, aber uns auch immer wie­der in Erin­ne­rung rufen, wie wich­tig es ist, sich für ein viel­fäl­ti­ges, demo­kra­ti­sches und tole­ran­tes Dor­ma­gen ein­zu­set­zen und jeg­li­cher Form von rech­ter Gesin­nung ent­schie­den ent­ge­gen­zu­tre­ten”, sagt Bür­ger­meis­ter Erik Lierenfeld.

Das Mahn­mal besteht aus elf Bäu­men (10+1) und einer Gedenk­pla­ket­te. Zehn Magno­li­en, die an die zehn Opfer des NSU erin­nern, umkrei­sen einen Amber­baum, der sym­bo­lisch für alle ande­ren, zum Teil unbe­kann­ten, Opfer ras­sis­ti­scher Angrif­fe steht. Die Magno­li­en sol­len im Lau­fe der nächs­ten Jah­re mit ihren Kro­nen zusam­men­wach­sen und eine Ein­heit bil­den. Auf einer Holz­s­te­le mit einer Gedenk­pla­ket­te sind die Namen aller NSU-Opfer und deren Todes­ta­ge ver­se­hen. Über einen dar­auf gedruck­ten, mit der Web­site der Stadt Dor­ma­gen ver­link­ten QR-Code erhal­ten Inter­es­sier­te online wei­te­re Hin­ter­grund­in­for­ma­tio­nen zu den Mor­den des NSU.

„Die­se ter­ro­ris­ti­schen Gewalt­ta­ten dür­fen sich nie­mals wie­der­ho­len. Die Gedenk­stät­te ist eine Mah­nung, im Kampf gegen Rechts­ex­tre­mis­mus nicht nach­zu­las­sen. Ich bin sehr froh, dass wir die­sen Ort der Erin­ne­rung schnell und unbü­ro­kra­tisch umset­zen konn­ten”, erklärt der Vor­sit­zen­de des Inte­gra­ti­ons­ra­tes, Meh­met Güneysu.

Erör­tert wur­de die Idee zur Gedenk­stät­te im Rah­men einer Sit­zung des Inte­gra­ti­ons­ra­tes vor rund einem Jahr. Bedingt durch die nach wie vor hohe Coro­na-Infek­ti­ons­ge­fahr muss­te vor­erst auf eine Ein­wei­hungs­fei­er ver­zich­tet wer­den. Die­se soll, sobald es die Coro­na-Lage zulässt, nach­ge­holt werden.

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