Düs­sel­dorf: Minis­ter­prä­si­dent Armin Laschet hält Osteransprache

Armin Laschet - NRW-Ministerpräsident - Stellvertretender CDU-Bundesvorsitzende - CDU - PolitikerFoto: Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet, Urheber: dts Nachrichtenagentur

In der Oster­an­spra­che ruft er auf, wei­ter eng zusam­men­zu­hal­ten und auf­ein­an­der Acht zu geben und wünscht fro­he und geseg­ne­te Ostertage.

Die Oster­an­spra­che 2021 vom Minis­ter­prä­si­den­ten Armin Laschet wäh­rend der digi­ta­len Anspra­che im Wortlaut:

„Lie­be Mit­bür­ge­rin­nen und Mitbürger,

auch in die­sem Jahr kön­nen wir Ostern nicht wie gewohnt fei­ern. Es wird erneut ein ruhi­ges, ein stil­les, für vie­le ein ein­sa­mes Oster­fest sein, im klei­nen Kreis.

Seit einem Jahr kämp­fen wir nun gemein­sam gegen das Coro­na­vi­rus, län­ger, als wir es erhofft haben. Es ist ein har­ter, ein anstren­gen­der Kampf – und das ist Virus ein tücki­scher, weil unsicht­ba­rer Geg­ner. Durch die noch anste­cken­de­ren Virus­mu­ta­tio­nen ist die­ser Kampf noch ein­mal schwie­ri­ger geworden.

Vor uns lie­gen har­te Wochen und Mona­te, das wis­sen Sie so gut wie ich, mit neu­en Ein­schrän­kun­gen. Aber wir haben allen Grund zur Hoff­nung, dass sich die Situa­ti­on Schritt für Schritt ver­bes­sert. Jeden Tag wer­den zehn­tau­sen­de Men­schen in unse­rem Land geimpft – gera­de jetzt auch an den Oster­ta­gen. Allen, die sich in die­sen Minu­ten in den Impf­zen­tren enga­gie­ren, dan­ke ich von Her­zen für ihren groß­ar­ti­gen Ein­satz. Aber natür­lich auch allen, die jetzt in den Kran­ken­häu­sern, auf den Inten­siv­sta­tio­nen ihren Dienst tun. Sie sind häu­fig am Ende ihrer Kräf­te und tun den­noch alles, was in ihren Kräf­ten steht. Das erwar­ten Sie auch für uns in poli­ti­scher Ver­ant­wor­tung, dass wir alles geben, um unser Land gut durch die Kri­se zu brin­gen und die­se bald zu been­den. Und, wie der Bun­des­prä­si­dent sagt, dass wir uns zusammenraufen.

Gera­de jetzt ist das Enga­ge­ment über Par­tei­gren­zen hin­weg so wich­tig. Bund, Län­der und Kom­mu­nen, wir müs­sen es zusam­men schaf­fen. Das Manage­ment muss bes­ser wer­den. Unse­re Ent­schei­dungs­we­ge kla­rer. Und dazu brau­chen wir einen neu­en Anlauf. Nur so schaf­fen wir das Ver­trau­en, das vie­le von Ihnen uns so ger­ne wie­der geben wür­den und das uns in der Lan­des­re­gie­rung und auch mich ganz per­sön­lich getra­gen hat in all den letz­ten Mona­ten und immer noch trägt.

Und was kön­nen Sie tun: Nach Ostern wol­len wir einen wei­te­ren gro­ßen Schritt machen, vor allem beim Imp­fen und beim Testen.

Inzwi­schen gibt es Tau­sen­de Test­stel­len in unse­ren Kom­mu­nen. Jeder hat die Mög­lich­keit, sich kos­ten­los tes­ten zu las­sen. Nach den Oster­fe­ri­en wer­den wir auch an den Schu­len sehr viel mehr tes­ten. Damit brin­gen wir Licht ins Dun­kel­feld der Infek­tio­nen – und eröff­nen neue Mög­lich­kei­ten im Umgang mit der Pan­de­mie. Bit­te nut­zen Sie die­ses Test-Ange­bot! Es hilft, dass Sie sich und Ihre Mit­men­schen schüt­zen und dass wir Infek­tio­nen schnel­ler entdecken.

Beim Imp­fen konn­ten wir dem größ­ten Teil der über 80-Jäh­ri­gen ein Ange­bot machen. Auch bei den Beschäf­tig­ten in Pfle­ge­hei­men und Kran­ken­häu­sern, bei chro­nisch Erkrank­ten sowie Erzie­hern, Leh­rern und Poli­zis­ten kom­men wir gut vor­an. Nach Ostern erhal­ten auch die über 70-Jäh­ri­gen stu­fen­wei­se ihre Ein­la­dun­gen zum Imp­fen. Wir star­ten bei den 79-Jäh­ri­gen. Und zusätz­lich wer­den die Haus­ärz­te, die ihre Pati­en­ten am bes­ten ken­nen, jetzt mit­hel­fen kön­nen. End­lich, denn jetzt wird von Woche zu Woche mehr Impf­stoff ver­füg­bar sein, so dass schnel­ler mehr Men­schen ein Impf­an­ge­bot erhal­ten können.

An Ostern fei­ern Chris­ten den Sieg des Lebens über den Tod. Den Sieg über das töd­li­che Coro­na-Virus kön­nen wir in die­sen Tagen noch nicht fei­ern. Doch ich bin gewiss: Am Ende siegt das Leben.

Ich wün­sche Ihnen allen fro­he und geseg­ne­te Oster­ta­ge. Las­sen Sie uns wei­ter eng zusam­men­hal­ten und auf­ein­an­der Acht geben. Blei­ben Sie gesund.”

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