Köln: 10-Zentner-Bombe bei Sondierungsarbeiten in Longerich gefunden

Heilig Geist-Krankenhaus - Seitenansicht - Graseggerstraße - Köln-LongerichFoto: Seitenansicht des Heilig Geist-Krankenhauses auf der Graseggerstraße (Köln-Longerich)

In Longerich wurde bei Sonderiungsarbeiten eine 10-Zentner-Fliegerbombe gefunden. In unmittelbarer Nähe wurden weitere Bomben gefunden. Sie werden heute noch entschärft.

Bei Sondierungsarbeiten in einer Kleingartenanlage in Köln-Longerich ist eine 10-Zentner-Fliegerbombe mit funktionsfähigem Aufschlagzünder aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden worden. Die Bombe liegt auf einem Grundstück innerhalb der Kleingartenanlage an der Longericher Straße, Ecke Etzelstraße.


In unmittelbarer Nähe wurden zwei weitere, kleinere Bomben entdeckt, die derzeit freigelegt werden. Ob deren Zünder noch funktionsfähig sind, kann erst dann festgestellt werden. Der Kampfmittelbeseitigungsdienst der Bezirksregierung Düsseldorf begleitet die Arbeiten. Das städtische Ordnungsamt ist ebenfalls bereits vor Ort.

Die Bombe oder gegebenenfalls die Bomben werden noch heute entschärft. Der Kampfmittelbeseitigungsdienst hat den Radius für die Evakuierung auf rund 500 Meter festgelegt. Die Gesamtschule Nippes und das Heilig-Geist-Krankenhaus liegen außerhalb des Gefahrenbereichs. Als Anlaufstelle werden Räumlichkeiten in der Gesamtschule Nippes, Paul-Humburg-Straße 13, hergerichtet.

Die Stadt informiert, sobald feststeht, um wie viele Bomben es sich handelt und wann mit den Evakuierungen begonnen wird. Wir aktualisieren diesen Beitrag fortlaufend.


Update vom 15. Mai 2019 um 11:25 Uhr:
Auf einem Grundstück in Longerich – Longericher Straße/Ecke Etzelstraße – wurden bei Sondierungsarbeiten drei Bomben englischer Bauart aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden: eine 10-Zentner-Bombe und zwei 5-Zentner-Bomben, die, wie sich nun herausgestellt hat, alle über funktionsfähige Heckaufschlagzünder verfügen. Sie liegen in unmittelbarer Nähe zusammen innerhalb einer Kleingartenanlage.

Der Evakuierungsradius bleibt mit rund 500 Metern unverändert. Betroffen sind rund 1.200 Anwohnerinnen und Anwohner sowie einige Betriebe im Gewerbegebiet Longerich westlich der Bahnlinie Köln-Neuss. Das Ordnungsamt beginnt in Kürze mit den ersten Rundgängen durch das zu evakuierende Gebiet. Die Kindertagesstätte in der Christoph-Probst-Straße soll im Laufe des frühen Nachmittags geschlossen werden. Auch die Bahnlinie muss zu einem späteren Zeitpunkt für die Bombenentschärfungen gesperrt werden.

Update vom 15. Mai 2019 um 12:07 Uhr:
Die Evakuierungen in Longerich durch das Ordnungsamt der Stadt Köln sind angelaufen. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter befinden sich noch auf dem ersten Rundgang durch das Gebiet. Die Entschärfungen der Bomben sollen im Lauf des heutigen Nachmittags vorgenommen werden. Dabei müssen die zeitlichen Vorgaben durch die Deutsche Flugsicherung und der Deutschen Bahn für den DB-Verkehr auf der viel befahrenen Strecke Köln-Neuss beachtet werden.


Update vom 15. Mai 2019 um 15:02 Uhr:
Der Ordnungsdienst der Stadt Köln hat dem Kampfmittelräumdienst die Freigabe zur Entschärfung der drei Bombenblindgänger erteilt.

Betroffen von Evakuierungen sind rund 1.200 Anwohnerinnen und Anwohner sowie einige Betriebe im Gewerbegebiet Longerich westlich der Bahnlinie Köln-Neuss. Die Bahnlinie ist unterbrochen, der Luftverkehr wird umgeleitet.


Anmerkungen zum Beitrag? Hinweis an die Redaktion senden.