Köln: Keine weiteren Coronavirus-Verdachtsfälle festgestellt worden

Gesundheitsamt Köln - Neumarkt - Köln-Innenstadt/AltstadtFoto: Haupteingang des Gesundheitsamtes in Köln am Neumarkt (Köln-Innenstadt/Altstadt)

Die Stadt Köln ist auf das mögliche Auftreten des neuartigen Coronavirus (2019-nCoV) vorbereitet.

Das Kölner Gesundheitsamt orientiert sich dabei an den aktuellen Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts (RKI) und am Pandemieplan. Bestätigt sich das Coronavirus bei einem Patienten, wird die betroffene Person isoliert. Grundsätzlich können alle Krankenhäuser, die die fachlichen und hygienischen Anforderungen des Robert Koch-Instituts erfüllen, einzelne Verdachtsfälle behandeln. Dies trifft auf die meisten Kölner Krankenhäuser zu. Auch bestätigte Fälle können von allen Krankhäusern behandelt werden, die die Anforderungen des RKI erfüllen.

Im Verdachtsfall wird schnellst möglich eine Diagnostik durchgeführt, die den Verdacht auf das Coronavirus ausschließt oder bestätigt. Die Fälle werden nach Vorgaben des Robert Koch-Instituts behandelt, das heißt es findet eine Behandlung im Isolierzimmer mit Schutzkittel, Handschuhen, Schutzbrille und geeignetem Mundschutz statt.

In Köln gibt es aktuell keine weiteren Verdachtsfälle auf Coronavirus-Erkrankungen. Zwei Verdachtsfälle von Personen, die sich in der vergangenen Woche in Kölner Kliniken vorgestellt haben, hatten sich nicht bestätigt (wir berichteten). Ebenso gibt es in Köln bislang keine bestätigten Coronavirus-Fälle.

Im Gesundheitsamt gibt es eine Arbeitsgruppe, die in engem Austausch mit den Kliniken, Laboren, Feuerwehr und Rettungsdienst steht. Beim Auftreten von Verdachtsfällen werden Hygiene-Maßnahmen nach Empfehlungen des Robert Koch-Instituts umgesetzt. So kann eine Weiterverbreitung des Virus verhindert werden. Als Verdachtsfälle gelten Personen mit entsprechenden Atemwegs-Symptomen, die entweder Kontakt zu einem bestätigten Fall hatten oder sich in den letzten 14 Tagen vor Auftreten der Beschwerden in Wuhan aufgehalten haben.

Seit dem 08. Dezember 2019 sind in Wuhan, der Hauptstadt der zentral-chinesischen Provinz Hubei, vermehrt Fälle von Atemwegserkrankungen durch ein neuartiges Coronavirus (2019-nCoV) aufgetreten. Als ursprüngliche Ansteckungsquelle werden Tiermärkte vermutet. Eine Übertragung von Mensch zu Mensch ist nachgewiesen. Am 31. Dezember 2019 wurde die Weltgesundheitsorganisation (WHO) über ein vermehrtes Auftreten von Lungenentzündungen unklarer Ursache im chinesischen Wuhan informiert. Eine Woche später identifizierten die chinesischen Behörden ein neuartiges Coronavirus als Ursache (2019-nCoV).

Inzwischen gibt es weltweit mehr als 17.300 bestätigte Coronavirus-Fälle und 362 Todesfälle. Auch in Deutschland sind erste Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus bestätigt worden. Die Betroffenen stammen überwiegend aus Bayern.

Das Robert Koch-Institut erfasst kontinuierlich die aktuelle Lage, bewertet alle Informationen und schätzt das Risiko für die Bevölkerung in Deutschland ein.

Am 30. Januar 2020 hat die Weltgesundheitsorganisation festgestellt, dass es sich beim aktuellen Ausbruch durch das neuartige Coronavirus in China um eine „Gesundheitliche Notlage mit internationaler Tragweite“ (PHEIC) handelt. Für Deutschland hat die Einstufung keine direkten Folgen, da die WHO-Empfehlungen hier bereits erfüllt sind.

Das Auswärtige Amt rät von nicht notwendigen Reisen nach China ab und empfiehlt, diese zu verschieben.

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