Köln: Sofor­ti­ge Eva­ku­ie­rung in Zoll­stock auf­grund Bombenblindgänger

Kran - Baustelle - Häuser - GebäudeFoto: Sicht auf eine Baustelle mit einem Kran, Urheber: dts Nachrichtenagentur

Bei Son­die­rungs­ar­bei­ten wur­de ein Blind­gän­ger aus dem Zwei­ten Welt­krieg gefun­den. Die eng­li­sche Bom­be mit Lang­zeit­zün­der muss noch heu­te ent­schärft wer­den, eine Eva­ku­ie­rung ist bereits angelaufen.

Bei Son­die­rungs­ar­bei­ten wur­de am heu­ti­gen Vor­mit­tag in Köln-Zoll­stock (Brie­de­ler Stra­ße) ein Bom­ben­blind­gän­ger aus dem Zwei­ten Welt­krieg gefun­den. Es han­delt sich um eine eng­li­sche Bom­be mit Lang­zeit­zün­der. Das Kali­ber der Bom­be konn­te noch nicht bestimmt wer­den, weil sie bis­her nur teil­wei­se frei­ge­legt wer­den konn­te. Daher steht auch noch kein Eva­ku­ie­rungs­ra­di­us fest.

Wegen des Lang­zeit­zün­ders wer­den sofort alle Gebäu­de rund um den Fund­ort eva­ku­iert. Die Bom­be muss noch heu­te ent­schärft wer­den. Der Kampf­mit­tel­be­sei­ti­gungs­dienst (KBD) und das Ord­nungs­amt sind vor Ort. Es wird mit Sper­run­gen im Bahn­ver­kehr sowie im Bereich Got­tes­weg und Hönin­ger Weg gerechnet.

Sobald wei­te­re Infor­ma­tio­nen zur Ver­fü­gung ste­hen, wird die­ser Bei­trag ent­spre­chend aktualisiert.

Nach­trag vom 15.08.2019 um 14:24 Uhr:
8.600 Men­schen sind von Eva­ku­ie­run­gen betrof­fen. Der heu­te gefun­de­ne Bom­ben­blind­gän­ger wiegt 250 Kilo. Der Eva­ku­ie­rungs­be­reich beträgt 500 Meter. Die Eva­ku­ie­run­gen lau­fen. Wann die Bom­be heu­te ent­schärft wird, steht noch aus. Eine Anlauf­stel­le für Betrof­fe­ne ist im Alfred-Mül­ler-Arm­ack-Berufs­kol­leg, Brüg­ge­ner Str. 41, ein­ge­rich­tet. Der Zugang dort­hin ist über die Brüg­ge­ner Str und die Kal­scheu­rer Weg mög­lich. Der Kampf­mit­tel­be­sei­ti­gungs­dienst (KBD) und das Ord­nungs­amt sind vor Ort. Im Bahn­ver­kehr sowie im Bereich Got­tes­weg und Hönin­ger Weg wird es Sper­run­gen geben. Betrof­fe­ne kön­nen sich über das Bür­ger­te­le­fon unter 0221/221–0 und 115 informieren.

Nach­trag vom 15.08.2019 um 14:58 Uhr:
Das Eva­ku­ie­rungs­ge­biet ist abge­sperrt. Für die die KVB-Linie 12 und die Bus­li­nie 131 gibt es einen Ersatz­ver­kehr bezie­hungs­wei­se eine Umlei­tung. Der Bahn­ver­kehr wird erst kurz vor der Ent­schär­fung gesperrt. Die Linie 12 fährt nur noch bis zur Hal­te­stel­le Eifel­stra­ße. Von hier ver­kehrt ein Ersatz­bus bis zur Hal­te­stel­le Zoll­stock Süd­fried­hof. Die Bus­li­nie 131 wird umge­lei­tet. Der Bahn­ver­kehr wird erst kurz vor der Ent­schär­fung gesperrt.

Nach­trag vom 15.08.2019 um 16:42 Uhr:
Zwei Alten­hei­me sind geräumt bezie­hungs­wei­se deren Bewoh­ne­rin­nen und Bewoh­ner sind in geschütz­ten Berei­chen unter­ge­bracht. Von 54 ange­mel­de­ten Kran­ken­trans­por­ten wur­den 42 bereits durch­ge­führt. Eine Anlauf­stel­le für Betrof­fe­ne ist im Alfred-Mül­ler-Arm­ack-Berufs­kol­leg, Brüg­ge­ner Str. 41, ein­ge­rich­tet. Dort befin­den sich der­zeit 200 Personen.

Nach­trag vom 15.08.2019 um 18:28 Uhr:
Der Luft­raum über dem Eva­ku­ie­rungs­ge­biet in Zoll­stock ist gesperrt, der Bahn­ver­kehr ein­ge­stellt. Der zwei­te Klin­gel­rund­gang ist weit vor­an­ge­schrit­ten. Wenn er been­det ist, kann zeit­nah die Ent­schär­fung der Bom­be frei­ge­ge­ben werden.

Nach­trag vom 15.08.2019 um 18:37 Uhr:
Die Frei­ga­be zur Bom­ben­ent­schär­fung in Köln-Zoll­stock wur­de erteilt. Die Frei­ga­be wur­de auf­grund eines Kran­ken­trans­por­tes und zwei unein­sich­ti­gen Anwoh­ne­rin­nen und Anwoh­ner kurz­zei­tig ver­scho­ben. Gegen die unein­sich­ti­gen Per­so­nen wird nun ein Buß­geld­ver­fah­ren ein­ge­lei­tet. Das Ord­nungs­amt der Stadt Köln ist mit 137 Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­tern vor Ort, die Feu­er­wehr mit 35, das Amt für Stra­ßen und Ver­kehrs­ent­wick­lung ist mit zwei Per­so­nen tätig. Die Ret­tungs­diens­te haben gemein­sam mit 90 Per­so­nen per Kran­ken­trans­por­te gefah­ren. Der ASB ist mit zehn zusätz­li­chen Per­so­nen vor Ort, das Deut­sche Rote Kreuz mit 19, die Johan­ni­ter mit 23 Per­so­nen. Die Deut­sche Bahn und die KVB sind mit je einer Per­son da. Der Kampf­mit­tel­be­sei­ti­gungs­dienst der Bezirks­re­gie­rung Düs­sel­dorf ent­schärft nun vor Ort die Fliegerbombe.

Nach­trag vom 15.08.2019 um 19:11 Uhr:
Die heu­te gefun­de­ne 250-Kilo­gramm-Welt­kriegs­bom­be wur­de vom Kampf­mit­tel­be­sei­ti­gungs­dienst ent­schärft und wird nun abtrans­por­tiert. Sämt­li­che Sper­ren wer­den nun bald wie­der auf­ge­ho­ben. Anwoh­ne­rin­nen und Anwoh­ner kön­nen dann in ihre Häu­ser und Woh­nun­gen zurückkehren.

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