Köln: Stadt schal­tet Kam­pa­gnen zum Schul­an­fang für Autofahrer

Polizei Borken - Brems dich! Schule hat begonnenFoto: "Brems dich! Schule hat begonnen."-Aktion der Stadt Borken

Die Stadt Köln schal­tet nun ver­schie­de­ne Kam­pa­gnen für die Auto­fah­rer, um auf den Schul­an­fang der Kin­der hin­zu­wei­sen. Die ers­te Kam­pa­gne star­tet am 27. August 2018.

Wenn nach den Som­mer­fe­ri­en in Nord­rhein-West­fa­len am 29. August 2018 die Schu­le beginnt, müs­sen Auto­fah­rer wie­der beson­de­res vor­sich­tig unter­wegs sein. Auch für die Kin­der stel­len die ers­ten Wochen nach den Feri­en immer eine gro­ße Her­aus­for­de­rung im Stra­ßen­ver­kehr dar. Dies gilt beson­ders für die mehr als 9.500 Schul­an­fän­ge­rin­nen und Schul­an­fän­ger, die in die­sem Jahr zum ers­ten Mal in den Schul­all­tag starten.

Der „Arbeits­kreis Sicher­heit im Stra­ßen­ver­kehr” ruft auch in die­sem Jahr wie­der zur beson­de­ren Rück­sicht gegen­über den Schü­le­rin­nen und Schü­lern auf. Dem Arbeits­kreis gehö­ren die Poli­zei, die Ver­kehrs­wacht, die Köl­ner Ver­kehrs-Betrie­be (KVB) und ver­schie­de­ne Ämter der Stadt Köln an. Der Arbeits­kreis wird den Schul­be­ginn nach den Feri­en erneut mit eini­gen Aktio­nen begleiten.

Hier ein Überblick:
Ab 27. August 2018: Elek­tro­ni­sche Anzei­gen an den Stadtbahnhaltestellen
Vom 27. August bis 2. Sep­tem­ber 2018 rufen die KVB über die elek­tro­ni­schen Anzei­ger an den Hal­te­stel­len zur Rück­sicht­nah­me gegen­über Schul­kin­dern auf: „Klei­ne Füße – Siche­rer Schul­weg! Ach­ten Sie zum Schul­be­ginn ver­stärkt auf Kin­der im Stra­ßen­ver­kehr! Ihre Stadt Köln, Poli­zei Köln, Ver­kehrs­wacht Köln und KVB”

Ab 28. August 2018: Pla­kat­kam­pa­gne „Wir sind wie­der unterwegs!”
Der Auf­ruf zur Rück­sicht­nah­me wird vom 28. August bis 3. Sep­tem­ber 2018 durch die städ­ti­sche Pla­kat­kam­pa­gne „Wir sind wie­der unter­wegs” unter­stri­chen. Motiv und Mot­to appel­lie­ren an die Auf­merk­sam­keit der Ver­kehrs­teil­neh­mer. Auch mit Tex­ten auf den städ­ti­schen elek­tro­ni­schen Ver­kehrs­ta­feln erhal­ten Auto­fah­re­rin­nen und Auto­fah­rer ent­spre­chen­de Hinweise.

Ab 29. August 2018: Aus­hang von Tempo-Messtafeln
Tem­po­ver­stö­ße in der Umge­bung der Schu­len füh­ren immer wie­der zu gefähr­li­chen Situa­tio­nen, nicht nur für Schul­kin­der. Um die Akzep­tanz von Geschwin­dig­keits­be­schrän­kun­gen vor Schu­len zu erhö­hen, lässt die Stadt Köln 14 Tage lang vor ins­ge­samt neun Schu­len Mess­an­la­gen instal­lie­ren. Die Anla­gen wer­den dabei jeweils am Stra­ßen­rand an vor­han­de­nen Licht­mas­ten mon­tiert und ermit­teln die Geschwin­dig­kei­ten vor­bei­fah­ren­der Fahr­zeu­ge. Die gefah­re­ne Geschwin­dig­keit sieht der Fah­rer per LED-Anzei­ge auf der Tafel.

In der Nähe der fol­gen­den Schu­len wer­den sol­che Anla­gen aufgebaut:

  • GGS und KGS (Katho­li­sche Grund­schu­le) Nuß­baum­er­stra­ße (Neueh­ren­feld)
  • GGS (Gemein­schafts­grund­schu­le) Zwir­ner­stra­ße (Alt­stadt-Süd)
  • GGS Bres­lau­er Stra­ße (Wei­den)
  • GGS Euro­pa­ring (Neu­brück)
  • GGS Godor­fer Stra­ße (Immen­dorf)
  • GGS Hum­boldt­stra­ße (Porz)
  • GGS Meri­an­stra­ße (Chor­wei­ler)
  • GGS Neus­ser Stra­ße (Wei­den­pesch)
  • GGS und KGS Alte Wip­per­für­ther Stra­ße (Mül­heim)

Die Auf­stel­lung im Umfeld die­ser Schu­len erfolgt in die­sem Jahr auch nach den Herbst­fe­ri­en und wie­der für die Dau­er von 14 Tagen.

Ab 29. August 2018: All­ge­mei­ne Kon­trol­len des Ord­nungs- und Verkehrsdienstes
Der Ord­nungs- und Ver­kehrs­dienst der Stadt Köln betei­ligt sich mit der Über­wa­chung des ruhen­den und des flie­ßen­den Ver­kehrs an den Maß­nah­men zur Schul­weg­si­che­rung. Auto­fah­rer sol­len dafür sen­si­bi­li­siert wer­den, dass Kin­der als schwächs­te Ver­kehrs­teil­neh­mer beson­de­rer Auf­merk­sam­keit und Rück­sicht bedürfen.

Vor Ein­rich­tun­gen wie Schu­len und Kin­der­gär­ten gilt in den meis­ten Fäl­len eine zuläs­si­ge Höchst­ge­schwin­dig­keit von 30 Kilo­me­tern in der Stun­de, um das Unfall­ri­si­ko durch zu schnel­les Fah­ren zu sen­ken. Zahl­rei­che Auto­fah­rer unter­schät­zen die­se Gefahr leicht­fer­tig und über­schrei­ten die zuläs­si­ge Höchst­ge­schwin­dig­keit erheb­lich. Der städ­ti­sche Ver­kehrs­dienst kon­trol­liert ins­be­son­de­re an Schu­len und Kin­der­gär­ten, um eine ange­pass­te Fahr­wei­se zu errei­chen. Neben der Geschwin­dig­keits­über­wa­chung durch sta­tio­nä­re Mess­an­la­gen („Sta­ren­käs­ten”) neh­men die Mit­ar­bei­ter mit Fahr­zeu­gen an täg­lich mehr­fach wech­seln­den Schul­stand­or­ten auch mobi­le Tem­po­kon­trol­len vor. Dies geschieht in enger Abstim­mung mit der Poli­zei Köln. Nach der Schwer­punkt­ak­ti­on von Schul­be­ginn bis Mit­te Sep­tem­ber 2018 wer­den die Kon­trol­len in Schul­nä­he im Rah­men der regel­mä­ßig statt­fin­den­den Tem­po­mes­sun­gen im Stadt­ge­biet fortgesetzt.

Abge­se­hen von nicht ange­pass­ter Geschwin­dig­keit sind Schul­kin­der auf ihrem Weg zur Schu­le und auf dem Rück­weg vor allem gefähr­det, weil sie im Stra­ßen­ver­kehr durch falsch gepark­te Fahr­zeu­ge nicht oder zu spät wahr­ge­nom­men wer­den. Vor Schu­len sind in der Regel Halt­ver­bots­zo­nen ein­ge­rich­tet, damit die Über­sicht für vor­bei­fah­ren­de Auto­fah­rer gewahrt bleibt. Wer hier mit sei­nem Auto hält oder parkt, setzt die Schul­kin­der unüber­sicht­li­chen und gefähr­li­chen Situa­tio­nen aus.

Dies gilt auch für die Eltern, die ihre Kin­der „nur mal eben” direkt vor der Schu­le aus dem Auto las­sen. Zeit­druck ist kein Grund, die Kin­der unnö­ti­gen Gefah­ren aus­zu­set­zen. Der Ver­kehrs­dienst kon­trol­liert die­se Situa­tio­nen ver­stärkt und geht kon­se­quent gegen Park­sün­der vor. Falsch­par­ker, die die Über­sicht im Stra­ßen­ver­kehr beein­träch­ti­gen, Bus­hal­te­stel­len, Zebra­strei­fen oder Fuß­gän­ger­über­we­ge zupar­ken und damit vor allem Schul­kin­der gefähr­den, müs­sen ver­stärkt mit Ver­warn- oder Buß­gel­dern rechnen.

29. August 2018:  „Denk- und Dank­zet­tel-Akti­on” der Polizei
Wenn das neue Schul­jahr beginnt, wol­len vie­le Eltern ihre Kin­der mit dem Auto „sicher” in die Schu­le brin­gen. Gera­de die im Stra­ßen­ver­kehr unge­üb­ten Kin­der sind schnell über­for­dert, wenn vie­le soge­nann­te „Eltern-Taxis” gleich­zei­tig im Schul­um­feld par­ken oder „mal eben anhal­ten”, um Kin­der ein- oder aus­stei­gen zu lassen.

Am Mitt­woch, 29. August 2018, wird die Poli­zei Köln mit Schü­le­rin­nen und Schü­lern der Katho­li­schen Grund­schu­le Lan­ge­maß in Köln-Mül­heim beson­ders auf die Gefah­ren hin­wei­sen, die von den „Eltern-Taxis” aus­ge­hen. Ab 7.30 Uhr wer­den die Akteu­re mit selbst gebas­tel­ten „Denk- und Dank­zet­teln” für Auf­merk­sam­keit und Rück­sicht bei den Auto­fah­rern werben.

30. August 2018: „Eltern­be­fra­gung” an Köl­ner Grundschulen
Am Don­ners­tag, 30. August 2018, wer­den an neun Köl­ner Grund­schu­len die Eltern der Erst­kläss­ler zum The­ma „Schul­weg” befragt. An die­ser Befra­gung sind Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­ter der Stadt Köln, der KVB und der Poli­zei Köln betei­ligt. Dabei haben die Eltern der Schul­neu­lin­ge die Gele­gen­heit, die nach ihrer Ansicht gefähr­li­chen Berei­che auf dem Schul­weg ihrer Kin­der zu benen­nen und Ver­bes­se­rungs­vor­schlä­ge zu machen. Anhand der Fra­ge­bö­gen wird den Sor­gen und Anre­gun­gen der Eltern nach­ge­gan­gen. Anschlie­ßend erhal­ten die betei­lig­ten Schu­len eine Nach­richt über das Ergeb­nis der Überprüfungen.

31. August 2018: Bei­trag zum Schul­start im Blog der KVB
An die­sem Tag bespre­chen die KVB das The­ma „Schul­start und Ver­kehrs­si­cher­heit” in ihrem Blog (Link sie­he unten).

31. August 2018: Auf­takt­ver­an­stal­tung „Schu­le hat begonnen”
Die Ver­kehrs­wacht Köln lädt für Frei­tag, 31. August 2018, in die Katho­li­sche Grund­schu­le Erlen­weg 16, 50827 Köln-Bicken­dorf, ein. Die Ver­an­stal­tung unter dem Mot­to „Augen auf! Schu­le hat begon­nen” star­tet dort um 9.30 Uhr. Tra­di­tio­nell beginnt sie mit einer Auf­füh­rung des Hän­neschen-Thea­ters. Hän­neschen, Bär­bel­chen, Tün­nes und Schäl, der Poli­zist Schnäu­zer­kow­ski und auch der Hund Fifi zei­gen den Pänz, wie wich­tig es ist, auf dem Schul­weg und dar­über hin­aus immer die Augen offen zu hal­ten. Ergänzt wird die Auf­füh­rung von einem kur­zen, bun­ten Pro­gramm, das von den Schü­le­rin­nen und Schü­lern selbst gestal­tet wird.

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