Köln: Stadt schließt mobi­le Wohn­ein­hei­ten in Blu­men­berg und Worringen

Köln-Marsdorf - Hermann-Heinrich-Gossen-Straße - WohncontainerFoto: Wohncontainer in Köln-Marsdorf (Hermann-Heinrich-Gossen-Straße)

Die Stadt Köln hat zwei Ein­rich­tun­gen für Geflüch­te­te in Köln-Blu­men­berg und Köln-Worrin­gen geschlossen.

An bei­den Stand­or­ten waren die Men­schen in mobi­len Wohn­ein­hei­ten (Con­tai­nern) der soge­nann­ten ers­ten Genera­ti­on unter­ge­bracht. Die­se bie­ten nur wenig Pri­vat­sphä­re und ver­fü­gen ledig­lich über Gemein­schafts­kü­chen und ‑sani­tär­an­la­gen. Mit dem Aus­zug der letz­ten Geflüch­te­ten an den bei­den Stand­or­ten ist es der Stadt Köln gelun­gen, die dau­er­haf­te Unter­brin­gung von Geflüch­te­ten in mobi­len Wohn­ein­hei­ten der ers­ten Genera­ti­on zu beenden.

Die Con­tai­ner wur­den in Betrieb genom­men, als die Zah­len geflüch­te­ter Men­schen stark ange­stie­gen waren und schnellst­mög­lich Unter­brin­gungs­ka­pa­zi­tä­ten benö­tigt wur­den. Im Hack­hau­ser Weg und in der Lan­gen­berg­stra­ße konn­ten bis zu 236 Per­so­nen unter­ge­bracht wer­den. An bei­den Stand­or­ten leb­ten über­wie­gend Familien.

Die Bewoh­ne­rin­nen und Bewoh­ner der Unter­künf­te am Hack­hau­ser Weg und an der Lan­gen­berg­stra­ße sind in eine neue Unter­kunft in der Neus­ser Land­stra­ße in Köln-Füh­lin­gen gezo­gen. Der neue Stand­ort ver­fügt über abge­schlos­se­ne Wohn­ein­hei­ten mit klei­ner Küchen­zei­le und inte­grier­ten sani­tä­ren Anla­gen. Da sich der neue Stand­ort im glei­chen Stadt­be­zirk wie die alten Unter­künf­te befin­det, kön­nen die Kin­der wei­ter ihre gewohn­ten Schu­len besu­chen und in ihrem sozia­len Umfeld blei­ben. Der neu errich­te­te Sys­tem­bau bie­tet Platz für bis zu 240 Per­so­nen. Auf­grund der aktu­el­len Ent­wick­lung der Geflüch­te­ten-Zah­len wird die Unter­kunft nur maxi­mal zur Hälf­te belegt. Die ver­blei­ben­den 120 Plät­ze wer­den im Rah­men des soge­nann­ten Res­sour­cen-Manage­ments zunächst als Reser­ve vor­ge­hal­ten. Aktu­ell leben 109 Per­so­nen in der Unter­kunft in der Neus­ser Landstraße.

Die Schlie­ßung der alten Con­tai­ner-Stand­or­te und die Eröff­nung der neu­en Unter­kunft in Füh­lin­gen ist Teil des zukunfts­ori­en­tier­ten Res­sour­cen-Manage­ments der Stadt Köln bei der Unter­brin­gung Geflüch­te­ter. Die­ses stellt zum einen sicher, dass aus­rei­chend Unter­brin­gungs­ka­pa­zi­tä­ten zur Ver­fü­gung ste­hen. Zum ande­ren wird die Qua­li­tät der Unter­brin­gung nach und nach im Hin­blick auf die Leit­li­ni­en zur Unter­brin­gung Geflüch­te­ter in Köln ver­bes­sert. Die Stadt legt dabei ein beson­de­res Augen­merk auf den Aus­bau der Res­sour­cen, die den Geflüch­te­ten mehr Pri­vat­sphä­re bieten.

Der Rück­bau der Anla­gen im Hack­hau­ser Weg und in der Lan­gen­berg­stra­ße wird vor­aus­sicht­lich Mit­te nächs­ten Jah­res abge­schlos­sen. Die dann frei gewor­de­nen Flä­chen wer­den im Rah­men des Res­sour­cen-Manage­ments zunächst als Vor­hal­te­flä­che vor­ge­hal­ten, falls die Geflüch­te­ten-Zah­len erneut deut­lich anstei­gen. Außer­dem wird über eine Zwi­schen­nut­zung der Lan­gen­berg­stra­ße als Park­flä­che nach­ge­dacht. Per­spek­ti­visch eig­net sich das Grund­stück auch für ein Pro­jekt im geför­der­ten Woh­nungs­bau. Eine Ent­schei­dung über die lang­fris­ti­ge Nut­zung steht aller­dings noch aus.

Aktu­ell leben 7.628 Geflüch­te­te in Ein­rich­tun­gen der Stadt Köln. Für die Stadt Köln besteht eine gesetz­li­che Unterbringungsverpflichtung.

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