Leverkusen: Mehrere Männer erleiden CO-Intoxikation in Shisha-Ba

Krankenhaus - Patientenbett - Bett - Krankenbett - Flur - Krankenhaus-FlurFoto: Sicht auf einen Krankenhaus-Flur, Urheber: dts Nachrichtenagentur

Am späten Freitagabend sind in Leverkusen-Wiesdorf insgesamt drei Männer mit Verdacht auf eine Kohlenmonoxidintoxikation in Krankenhäuser gebracht worden.

Zuvor hatten sie sich in einer an der Breidenbachstraße gelegenen Shisha-Bar aufgehalten. Rettungskräfte der Feuerwehr räumten mit Unterstützung von Polizisten die Gasträume, in denen sich zu dieser Zeit etwa 30 bis 40 Personen befanden. Messungen der Feuerwehrmänner ergaben erhöhte Werte im Bereich der Küche der Raucherkneipe.

Gegen 23:30 Uhr ging es den drei Männern schlecht. Hinzugerufene Rettungskräfte brachten sie sofort in ein Krankenhaus und verständigten die Feuerwehr und die Polizei. Nachdem der Gastraum geräumt und gelüftet war stellten Polizisten fest, dass im Gastraum mehrere Wasserpfeifen in Betrieb waren. Jede war mit glühender Holzkohle befeuert. In der Küche der Bar standen drei Metallkörbe, die ebenfalls mit glühender Holzkohle befüllt waren. Messergebnisse der Feuerwehr ergaben in diesem Bereich die höchsten CO-Werte.

Bei der Begehung der Räumlichkeiten fanden Polizisten mehrere Behältnisse mit Shisha-Tabak, teilweise handelte es sich um Gebinde mit bis zu einem Kilogramm Inhalt. Mehrere davon waren mit ausländischen Steuerbanderolen versehen. Zusätzlich erkannten die Beamten diverse Behältnisse mit offenbar selbst gemischtem Tabak, dessen Inhaltsstoffe derzeit noch unbekannt sind. Im Gastraum befanden sich Fernsehgeräte, auf denen ein kostenpflichtiger Kanal eingeschaltet war. Die Betreiber der Bar konnten keinen Nachweis für eine Gastronomielizenz erbringen.

Kriminalpolizisten dokumentierten den Zustand der Gast- und Geschäftsräume, sicherten die Spuren und versiegelten die Zugänge. Der Zoll und die Stadt Leverkusen erhielten bereits Kenntnis über den Fall.

Die Polizei hat Ermittlungen wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung, Straftaten nach der Abgabenverordnung und möglichen Verstößen gegen das Nichtraucherschutzgesetz eingeleitet.

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