Müns­ter: Forst­wis­sen­schaft­ler kri­ti­siert Lan­des­re­gie­rung scharf

Wald - Laub - Bäume - Blätter - BaumFoto: Sicht auf einen Wald, Urheber: dts Nachrichtenagentur

Andre­as Schul­te hat die För­der­maß­nah­men der Lan­des­re­gie­rung und vom Bund zur Wie­der­auf­fors­tung der geschä­dig­ten Wäl­der scharf kritisiert.

Erst wür­den gro­ße Sum­men „her­aus posaunt”, dann aber den Wald­bau­ern meh­re­re Hun­dert Sei­ten lan­ge Vor­ga­ben bezie­hungs­wei­se zu beach­ten­de Geset­zes­tex­te für die Bean­tra­gung gemacht, sag­te der Inha­ber des Lehr­stuhls für Wal­döko­lo­gie, Forst- und Holz­wirt­schaft an der West­fä­li­schen Wil­helms-Uni­ver­si­tät Müns­ter der „West­fa­len­post” (online und Frei­tag­aus­ga­be). „Die­se kön­nen sie kaum erfül­len. Ich habe den Ein­druck, dass die­se För­der­mit­tel nicht mit der Absicht ver­teilt wer­den, dass sie auch wirk­lich abge­ru­fen wer­den”, sag­te Schulte.

Er selbst habe 30 Jah­re Forsterfah­rung, aber sogar ihm fal­le es schwer, die Anträ­ge aus­zu­fül­len. „Die Vor­ga­ben gehen an der Lebens­wirk­lich­keit von 90 Pro­zent der Wald­be­sit­zer vor­bei”, kri­ti­sier­te der Forst­wis­sen­schaft­ler. Er rech­net wegen der Bor­ken­kä­fer­pla­ge bei den mit­tel­gro­ßen Wald­bau­ern, also in der Grö­ßen­ord­nung ab 200 bis 300 Hekt­ar, mit „sehr vie­len Insol­ven­zen”. Zahl­rei­che Kom­mu­nen mit gro­ßem Wald­be­sitz müss­ten eben­falls auf Jahr­zehn­te mit nega­ti­ven Ein­nah­men rechnen.

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