NRW: Grü­nen und SPD for­dern dezen­tra­le Corona-Impfungen

Corona-Impfzentrum - Impfung - Coronavirus - Eishalle - Dezember 2020Foto: Corona-Impfzentrum in einer Eishalle im Dezember 2020, Urheber: dts Nachrichtenagentur

Vor dem Impf­gip­fel haben die SPD- und Grü­nen in NRW gefor­dert, die Imp­fun­gen dezen­tra­ler zu organisieren.

„Zusätz­lich zu den regio­na­len Zen­tren könn­ten hier auch die Haus­ärz­te und mobi­le Impf­teams zum Ein­satz kom­men”, sag­te SPD-Frak­ti­ons­chef Tho­mas Kutscha­ty der „Rhei­ni­schen Post” (Mon­tags­aus­ga­be). Er erhof­fe sich von dem Gip­fel auch einen Impuls für eine neue Impf­stra­te­gie: „Mit Blick auf die zumin­dest in Deutsch­land ein­ge­schränk­te Zulas­sung des Astra­ze­ne­ca-Impf­stoffs soll­ten wir zum Bei­spiel die Impf­rei­hen­fol­ge jetzt neu jus­tie­ren und sys­tem­re­le­van­te Berufs­grup­pen wie Lehr­kräf­te und Erzie­her und vor allem end­lich auch das medi­zi­ni­sche Per­so­nal schnel­ler imp­fen”. Auch wäre es laut Kutscha­ty gut, wenn die Euro­päi­sche Kom­mis­si­on mit am Tisch säße.

Grü­nen-Co-Frak­ti­ons­chefin Jose­fi­ne Paul sprach sich eben­falls für eine dezen­tra­le­re und fle­xi­ble­re Impf­stra­te­gie aus: „Auf­su­chen­de Imp­fun­gen für über 80-Jäh­ri­ge müs­sen orga­ni­siert wer­den”, sag­te sie der „Rhei­ni­schen Post”. Das Land müs­se nach dem rucke­li­gen Start die Ter­min­ver­ga­be ver­bes­sern und bar­rie­re­frei ermög­li­chen: „Der Impf­gip­fel muss mehr Klar­heit über Zeit­plä­ne, ver­läss­li­che Zusa­gen zu Lie­fe­run­gen und vor­han­de­ne Impf­stoff­men­gen brin­gen.” Es bedür­fe kla­rer finan­zi­el­ler Zusa­gen in Deutsch­land und Euro­pa, um Koope­ra­tio­nen mit Bio­n­tech, Moder­na und ande­ren Pro­jek­ten zu ermög­li­chen bis hin zur Ent­schä­di­gung für die Frei­ga­be von Lizenzen.

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