NRW: Land will Abschie­be­stopp in den Iran verlängern

Iran Air - Fluggesellschaft - Flugzeug - FlughafenFoto: Flugzeug der Fluggesellschaft Iran Air, Urheber: dts Nachrichtenagentur

Die auf für Asyl­fra­gen zustän­de NRW-Fami­li­en­mi­nis­te­rin hat ange­kün­digt, das Land wer­de auch über den 07. Janu­ar 2023 hin­aus auf Abschie­bun­gen in den Iran verzichten.

Jose­fi­ne Paul sag­te der „Rhei­ni­schen Post” (Don­ners­tag­aus­ga­be): „Mehr als drei Mona­te nach Beginn der Pro­tes­te im Iran geht das Regime wei­ter mit äußers­ter Här­te gegen die Demons­tran­tin­nen und Demons­tran­ten vor, die sich den­noch wei­ter­hin gegen die mas­si­ven Ein­schrän­kun­gen der Frau­en­rech­te, die Ver­let­zung der Meinungs‑, Pres­se- und Ver­samm­lungs­frei­heit, die Todes­stra­fe und gegen Unrecht und Fol­ter einsetzen”.

Die Exe­ku­tio­nen von zwei Demons­tran­ten im Dezem­ber zeig­ten deut­lich, dass das Regime in Tehe­ran vor nichts zurück­schre­cke, um die Men­schen ein­zu­schüch­tern. „In der aktu­el­len Situa­ti­on wäre es daher auch wei­ter­hin unver­ant­wort­lich, Men­schen in den Iran zurück­zu­füh­ren”, so Paul. „Im Ein­klang mit den Beschlüs­sen der Innen­mi­nis­ter­kon­fe­renz wer­den wir daher sicher­stel­len, dass der Abschie­be­stopp über den 7. Janu­ar hin­aus ver­län­gert wird. Wir set­zen uns wei­ter­hin für eine bun­des­ein­heit­li­che Rege­lung ein”.

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