NRW: Not­brem­se im Infek­ti­ons­schutz­ge­setz des Bun­des im Detail

Schule - Pausenhof - Schulhof - Spielende Kinder - Gebäude - SchulgebäudeFoto: Spielende Kinder auf einem Schulhof, Urheber: dts Nachrichtenagentur

Die Lan­des­re­gie­rung wird im schu­li­schen Bereich die Vor­ga­ben aus dem neu­en Infek­ti­ons­schutz­ge­setz schnellst­mög­lich umsetzen.

Die Rege­lun­gen für den Schul- und Unter­richts­be­trieb wur­den in der Coro­na­be­treu­ungs­ver­ord­nung ange­passt. Danach gilt für den Schul­be­trieb ab Mon­tag, dem 26. April:

  • Der Schul­be­trieb fin­det auf­grund der ange­spann­ten Pan­de­miela­ge grund­sätz­lich bis auf Wei­te­res nur im Wech­sel­un­ter­richt statt; Abschluss­klas­sen sind davon ausgenommen
  • Die Teil­nah­me von Schü­le­rin­nen, Schü­lern und Lehr­kräf­ten am Prä­senz­un­ter­richt setzt wöchent­lich zwei Tests voraus
  • Bei einer regio­na­len Inzi­denz von mehr als 165 ist Prä­senz­un­ter­richt unter­sagt – es fin­det Distanz­un­ter­richt statt. Abschluss­klas­sen und För­der­schu­len sind davon aus­ge­nom­men. Regio­nal bedeu­tet hier, dass es auf die Inzi­denz in einem Kreis oder einer kreis­frei­en Stadt ankommt. Der Inzi­denz­wert in einer ein­zel­nen kreis­an­ge­hö­ri­gen Gemein­de ist nicht maßgeblich
  • Prü­fun­gen, ins­be­son­de­re Abschluss­prü­fun­gen, sind kein Unter­richt im Sin­ne des Bun­des­ge­set­zes und blei­ben daher von den Ein­schrän­kun­gen des Prä­senz­be­trie­bes unberührt
  • Päd­ago­gi­sche Betreu­ungs­an­ge­bo­te sind eingerichtet

Das Schul­mi­nis­te­ri­um hat alle Schu­len und Schul­trä­ger über das künf­ti­ge Ver­fah­ren infor­miert, wonach die Umstel­lung vom Wech­sel­un­ter­richt auf den Distanz­un­ter­richt erfolgt, wenn an drei auf­ein­an­der fol­gen­den Tagen die durch das Robert Koch-Insti­tut ver­öf­fent­lich­te soge­nann­te 7‑Ta­ge-Inzi­denz den Schwel­len­wert von 165 über­schrei­tet. Die kon­kre­te Fest­stel­lung dar­über trifft für jeden Kreis und jede kreis­freie Stadt sodann das Minis­te­ri­um für Arbeit, Gesund­heit und Sozia­les. Die Not­brem­se tritt dann am über­nächs­ten Tag in Kraft. Fällt die Inzi­denz wie­der sta­bil unter 165, keh­ren die Schu­len am ers­ten Mon­tag nach der ent­spre­chen­den Fest­stel­lung des Minis­te­ri­ums für Arbeit, Gesund­heit und Sozia­les wie­der zum Wech­sel­un­ter­richt zurück.

Für alle jetzt schon betrof­fe­nen Krei­se und kreis­frei­en Städ­te mit einer seit drei Tagen bestehen­den Inzi­denz von min­des­tens 165 bedeu­tet dies, dass fak­tisch ab Mon­tag, 26. April 2021, die Ein­schrän­kun­gen für den Schul­be­trieb (Distanz­un­ter­richt) wirk­sam wer­den. Alle Schu­len, für deren Stand­ort kei­ne Rege­lun­gen wegen einer Inzi­denz von min­des­tens 165 getrof­fen wer­den, set­zen den Schul­be­trieb bis auf Wei­te­res im Wech­sel­un­ter­richt unter Ein­hal­tung der bereits eta­blier­ten Schutz- und Hygie­nekon­zep­te fort. Die päd­ago­gi­schen Betreu­ungs­an­ge­bo­te blei­ben unver­än­dert erhalten.

Anmer­kun­gen zum Bei­trag? Hin­weis an die Redak­ti­on sen­den.