Pirna: Verdacht der illegalen Beschäftigung in der Pflege

Rollstuhl - Rolli - Fahrstuhl - Hilfsmittel - Krankenhaus - FlurFoto: Sicht auf Rollstühle in einem Krankenhaus, Urheber: dts Nachrichtenagentur

Bundespolizei und Zoll haben Wohn- und Geschäftsräume sowie Steuerbüros von in der Pflegebranche tätigen Firmen und Privatpersonen durchsucht.

Die Durchsuchungen erfolgten im Auftrag der Staatsanwaltschaft Görlitz. Gleichzeitig erfolgten durch die polnische Staatsanwaltschaft im Rahmen der Rechtshilfe Durchsuchungen bei den in Polen ansässigen Hauptbeschuldigten und deren Firmen.

Anlass der Maßnahmen sind Ermittlungen gegen drei polnische Staatsangehörige als Hauptbeschuldigte sowie 71 Auftragsvermittler in Deutschland. Gegen diese Personen wird wegen des Verdachts des gewerbsmäßigen Einschleusens von Ausländern, illegaler Ausländerbeschäftigung in größerem Umfang sowie des Vorenthaltens und Veruntreuens von Arbeitsentgelt ermittelt.

Die Höhe von nichtabgeführten Sozialversicherungsbeiträgen beläuft sich nach Ermittlungen des Hauptzollamtes Dresden auf geschätzte 14 Millionen Euro. An dem heutigen Einsatz waren rund 1.000 Beamte von Zoll und Bundespolizei beteiligt.

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