BMVI: Deut­sche Bahn will pro Jahr 1.600 Kilo­me­ter Glei­se sanieren

Gleisanlage - Schienen - Zug - Arbeiter - Personen - Westen - Sicherheitswesten - BahnFoto: Sicht auf Arbeiter an einer Gleisanlage, Urheber: dts Nachrichtenagentur

Die Deut­sche Bahn will bis 2024 pro Jahr jeweils gut 1.600 Kilo­me­ter Glei­se modernisieren.

Das geht aus der Ant­wort des Bun­des­ver­kehrs­mi­nis­te­ri­ums auf eine Anfra­ge von Lin­ken-Frak­ti­ons­chef Diet­mar Bartsch her­vor, über die die Zei­tun­gen des „Redak­ti­ons­netz­werks Deutsch­land” in ihren Diens­tag­aus­ga­ben berich­ten. „Nach Aus­kunft der DB Netz AG weist die Mit­tel­fris­t­pla­nung für die Geschäfts­jah­re 2020 – 2024 im Durch­schnitt eine Umbau­men­ge von ca. 1.660 km Glei­se pro Jahr auf”, heißt es in der Ministeriumsantwort.

Eine Ver­tei­lung auf die ein­zel­nen Bun­des­län­der sei noch nicht vor­ge­nom­men wor­den. Außer­dem sol­len knapp 80 Kilo­me­ter Bahn­stre­cken reak­ti­viert wer­den. Dabei han­delt es sich um still­ge­leg­te Abschnit­te in Rhein­land-Pfalz von 67,6 Kilo­me­tern sowie 12,1 Kilo­me­tern in Hessen.

Lin­ken-Frak­ti­ons­chef Bartsch sag­te dem RND, die Zah­len sei­en Aus­druck der aktu­el­len Bahn­mi­se­re. „Die Ver­kehrs­wen­de wird so zum Papier­ti­ger. Minis­ter Scheu­er und offen­sicht­lich auch Bahn-Chef Lutz schei­nen mit ihren Auf­ga­ben über­for­dert zu sein, wenn sie sol­che Zah­len vor­le­gen”, so Bartsch.

„Die Kli­ma­zie­le wer­den nicht erreicht wer­den, wenn das Schie­nen­netz nicht stark aus­ge­baut und in die­sem erschre­ckend lang­sa­men Tem­po moder­ni­siert wird.” Mehr als 6.000 Kilo­me­ter des Bahn­net­zes sei­en seit 1990 still­ge­legt wor­den: „Ich for­de­re Minis­ter Scheu­er auf, ein umfas­sen­des Reak­ti­vie­rungs­pro­gramm vor­zu­le­gen.” Wenn Men­schen vom Auto auf die Bahn umstei­gen soll­ten, müs­se die Bahn attrak­ti­ver und zuver­läs­si­ger, letzt­lich unschlag­bar wer­den, so Bartsch.

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