UNO: Flücht­lings­hil­fe ruft zu Spen­den für Afgha­ni­stan auf

Menschen - Afghanen - Bundeswehr - Militär - Evakuierungsflug - GAF - August 2021 - AfghanistanFoto: Menschen aus dem 2. Afghanistan-Evakuierungsflug am 17.08.2021, Urheber: GAF

Der Geschäfts­füh­rer der UNO-Flücht­lings­hil­fe hat die Bevöl­ke­rung auf­ge­for­dert, für die Not­hil­fe in Afgha­ni­stan Geld zu spenden.

„Für die Finan­zie­rung des lebens­ret­ten­den Ein­sat­zes der UNO-Flücht­lings­hil­fe sind rund 410 Mil­lio­nen US-Dol­lar nötig”, sag­te er dem „Redak­ti­ons­netz­werk Deutsch­land”. „Tat­säch­lich sind aber nur 42 Pro­zent davon aus staat­li­chen und pri­va­ten Mit­teln finan­ziert. Wir bit­ten des­halb um wei­te­re Unter­stüt­zung”. Denn es gehe nicht nur um die aku­te Not­hil­fe, son­dern auch um die Fort­set­zung bestehen­der Pro­jek­te für Mäd­chen oder im Bereich Bil­dung. „Die Arbeit dort ist notwendig”.

Afgha­ni­stan lei­det unter einer aku­ten Kri­se. Es gibt über 3,5 Mil­lio­nen Bin­nen­ver­trie­be­ne, dar­un­ter etwa 630.000 Men­schen, die seit Jah­res­be­ginn zur Flucht inner­halb Afgha­ni­stans gezwun­gen wur­den. Etwa die Hälf­te der 38 Mil­lio­nen Afgha­nen ist der­zeit nach Aus­kunft von Exper­ten auf Hil­fe ange­wie­sen, vie­le lei­den Hun­ger. Die Kri­se hat nach Ein­schät­zung der UNO nicht allein mit der Macht­über­nah­me der Tali­ban zu tun, son­dern auch mit einer anhal­ten­den Dür­re und der Coro­na-Pan­de­mie. Erst kürz­lich hat­te UNO-Gene­ral­se­kre­tär Anto­nio Guter­res vor einem wirt­schaft­li­chen Desas­ter gewarnt.

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