Bul­ga­ri­en: EU for­dert Sub­ven­tio­nen für Pri­vat­ho­tels zurück

Wohnungsklingel - HauswandFoto: Sicht auf eine Klingel, Urheber: dts Nachrichtenagentur

Im Skan­dal um zu Unrecht gezahl­te Finanz­hil­fen für den Bau von Pri­vat­ho­tels in Bul­ga­ri­en will die EU-Kom­mis­si­on im gro­ßen Stil Geld zurückfordern.

Zu die­sem Zweck hät­ten die bul­ga­ri­schen Behör­den Ver­fah­ren im Volu­men von 23 Mil­lio­nen Euro ein­ge­lei­tet, heißt es in einer Stel­lung­nah­me der Brüs­se­ler Behör­de, über die der „Spie­gel” berich­tet. Die euro­päi­sche Anti-Betrugs-Ein­heit Olaf hat­te kürz­lich ermit­telt, dass die Hil­fen viel­fach nicht für den Bau von Hotels, son­dern von pri­va­ten Vil­len für Poli­ti­ker ver­wen­det wor­den waren. Soll­ten die bul­ga­ri­schen Behör­den die offen­bar ver­un­treu­ten Gel­der nicht mit dem nöti­gen Nach­druck zurück­for­dern, kön­ne die Euro­päi­sche Uni­on die Regie­rung in Sofia haft­bar machen, heißt es weiter.

Wie viel Geld am Ende tat­säch­lich zurück­flie­ßen wer­de, sei indes schwer vor­aus­zu­se­hen. Der­zeit wehr­ten sich vie­le Emp­fän­ger gegen die Rück­for­de­rung vor Gericht. Zwi­schen 2007 und 2013 hat­te die EU den Bau soge­nann­ter Guest­houses mit über 100 Mil­lio­nen Euro geför­dert, um Tou­ris­mus und Beschäf­ti­gung anzu­kur­beln. Das Pro­gramm habe kei­nes sei­ner Zie­le erreicht, so die Anti-Betrugs-Ein­heit Olaf.

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