EU: Staa­ten­ver­bund will Bot­schaft im Sili­con Val­ley gründen

Europa Flagge - Europäisches Parlament - Gebäude - Glas - EUFoto: Sicht auf das Europäische Parlament. Urheber: dts Nachrichtenagentur

Die EU will ihre Außen­po­li­tik neu aus­rich­ten und dabei die wach­sen­de Macht von Inter­net­kon­zer­nen stär­ker in den Blick nehmen.

Das geht aus einem inter­nen Papier des Euro­päi­schen Aus­wär­ti­gen Dienst vor, über das das „Han­dels­blatt” berich­tet. „Glo­ba­le Tech-Unter­neh­men sind zu macht­vol­len Akteu­ren gewor­den, die einen so gro­ßen Ein­fluss auf die Gesell­schaft haben, wie es in der Ver­gan­gen­heit sel­ten der Fall war”, schrei­ben die EU-Beam­ten. „Ein infor­mier­ter Dia­log mit der Pri­vat­wirt­schaft über ihre Rol­le und Ver­ant­wor­tung ist ein wich­ti­ger Bestand­teil der exter­nen Digi­tal­po­li­tik”. Die EU plant daher, eine Außen­ver­tre­tung in San Fran­cis­co zu gründen.

Dar­über hat EU-Außen­ver­tre­ter Josep Bor­rell die Außen­mi­nis­ter der Mit­glieds­staa­ten ver­gan­ge­ne Woche infor­miert. Die EU will der „Geo­po­li­tik von neu­en digi­ta­len Tech­no­lo­gien”, wie es intern heißt, mehr Beach­tung schen­ken. Mit Sor­ge betrach­tet die EU, wie „auto­ri­tä­re Sys­te­me” – gemeint ist vor allem Chi­na – „digi­ta­le Tech­no­lo­gien als Werk­zeu­ge zur sozia­len Über­wa­chung und Unter­drü­ckung ein­set­zen”. Das EAD-Papier scheut sich nicht, Chi­na beim Namen zu nen­nen: „Chi­na hat die Tech­no­lo­gie zu einem Schlüs­sel­ele­ment in sei­nem glo­ba­len Ein­fluss­stre­ben gemacht”. Dem müs­se die EU sich ent­ge­gen­stel­len und inter­na­tio­na­le Alli­an­zen schmie­den, for­dert das Dis­kus­si­ons­pa­pier. „Das stra­te­gi­sche Ziel der EU soll­te es sein, die glo­ba­le Unter­stüt­zung für eine Visi­on einer men­schen­zen­trier­ten Digi­ta­li­sie­rung mit robus­ten Stan­dards und Nor­men zu for­men und aus­zu­bau­en”, heißt es in dem Dokument.

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