Grü­ne: Omid Nou­ripour spricht sich für Über­ge­winn­steu­er aus

EinkommensteuerFoto: Sicht auf ein Formular Einkommenssteuererklärung, Urheber: dts Nachrichtenagentur

Grü­nen-Chef Omid Nou­ripour hat sich dafür aus­ge­spro­chen, Pro­fi­teu­re des Krie­ges mit einer Extra-Steu­er zu belasten.

„Es gibt momen­tan ein­zel­ne Unter­neh­men, die als Tritt­brett­fah­rer der Infla­ti­on aus dem Krieg Kapi­tal schla­gen”, sag­te Nou­ripour den Zei­tun­gen der Fun­ke-Medi­en­grup­pe (Mon­tag­aus­ga­ben). „Daher wäre eine soge­nann­te Über­ge­winn­steu­er eine gerech­te Mög­lich­keit, mehr Geld ein­zu­neh­men und die Prei­se zu dämp­fen – wenn sie umsetz­bar ist”. Ähn­lich hat­te sich zuvor SPD-Chef Lars Kling­beil geäu­ßert. „Eine Steu­er auf Kriegs- und Kri­sen­ge­win­ne ist ein Instru­ment, das auf dem Tisch liegt und das ich sehr über­le­gens­wert fin­de”, sag­te Kling­beil den Funke-Zeitungen.

Unter­des­sen stellt sich Nou­ripour sich gegen das Kon­zept von Arbeits­mi­nis­ter Huber­tus Heil für ein sozia­les Kli­ma­geld. Das Kli­ma­geld müs­se „auch einen Steue­rungs­ef­fekt beim Kli­ma­schutz haben”, sag­te Nou­ripour. „Die­sen erken­ne ich in dem bis­he­ri­gen Vor­schlag nicht”. Der Par­tei­chef bekräf­tig­te: „Wir kön­nen in die­ser Kri­se nicht Gel­der aus­ge­ben, ohne die not­wen­di­gen Kli­ma­schutz­maß­nah­men mit­zu­den­ken. Sonst wer­den wir in Zukunft sehr viel mehr aus­ge­ben müs­sen”. Beim Kli­ma­geld wür­den die Grü­nen dar­auf ach­ten, „dass auch Kli­ma drin ist”. Mit Blick auf die erheb­li­chen Preis­stei­ge­run­gen kün­dig­te Nou­ripour an: „Wir wer­den schau­en, wie wir die Bür­ger über die bei­den Ent­las­tungs­pa­ke­te hin­aus unter­stüt­zen kön­nen”. Wahr sei auch, füg­te er hin­zu: „Wenn wir eine Infla­ti­on von sie­ben Pro­zent auf­wärts haben, wer­den wir nicht alles aus­glei­chen können.

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