Grü­nen: Anspruch auf Hartz IV für Flücht­lin­ge aus Ukraine

Euroscheine - Dollarscheine - Währung - GeldFoto: Euro- und Dollarscheine, Urheber: dts Nachrichtenagentur

Kriegs­flücht­lin­ge aus der Ukrai­ne sol­len nach Ansicht der Grü­nen-Migra­ti­ons­ex­per­tin Filiz Polat direk­ten Anspruch auf Hartz IV und ande­re Sozi­al­leis­tun­gen erhalten.

In einem Gespräch mit der „Neu­en Osna­brü­cker Zei­tung” sag­te Polat, die auch par­la­men­ta­ri­sche Geschäfts­füh­re­rin der Grü­nen ist: „Die ankom­men­den Men­schen soll­ten sofort Leis­tun­gen nach dem Sozi­al­ge­setz­buch erhal­ten”. Das wür­de die Grund­si­che­rung umfas­sen, sodass die Geflüch­te­ten dann Sozi­al­hil­fe, Kran­ken­ver­si­che­rung und Hil­fen für Kitas und Schu­len sowie für die Arbeits­markt­in­te­gra­ti­on erhal­ten. Bis­lang ist dies nicht vor­ge­se­hen. So wür­den die Kom­mu­nen nicht nur die Kos­ten der Unter­kunft erstat­tet bekom­men, son­dern den Men­schen wäre eine schnel­le psy­cho­so­zia­le Ver­sor­gung ermög­licht, sag­te die Grü­nen-Poli­ti­ke­rin. Polat sag­te: „Unse­re Bun­des­re­gie­rung muss nun ihren Wor­ten Taten fol­gen lassen”.

Geflüch­te­te aus der Ukrai­ne dürf­ten nach Erhalt ihres Schutz­sta­tus nicht ins Son­der­sys­tem der Asyl­be­wer­ber­leis­tun­gen fal­len. Denn dann wür­den Län­der und Kom­mu­nen auf den Kos­ten sit­zen blei­ben, die Geflüch­te­ten hät­ten nur einen ein­ge­schränk­ten Zugang zum Gesund­heits­sys­tem und wären nicht kran­ken­ver­si­chert. Die Grü­nen-Poli­ti­ke­rin for­der­te zudem, dass die im ver­gan­ge­nen Jahr aus­ge­lau­fe­ne Inte­gra­ti­ons­pau­scha­le des Bun­des an die Län­der wie­der in Höhe von min­des­tens zwei Mil­li­ar­den Euro aus­ge­zahlt wer­de. Polat sag­te: „Es braucht jetzt drin­gend Unter­stüt­zung der psy­cho­so­zia­len Hil­fe­st­ruk­tu­ren durch den Bund, um aku­te Kri­sen und schwe­re Trau­ma­ti­sie­run­gen zu begleiten”.

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