Mün­chen: Bay­ern for­dert Horst See­hofer zur Grenz­öff­nung auf

Horst Lorenz Seehofer - Bundesminister des Innern - CSU-Politiker - Auto - ÖffentlichkeitFoto: CSU-Politiker Horst Seehofer, Urheber: dts Nachrichtenagentur

In der Coro­na­kri­se dringt Bay­erns Innen­mi­nis­ter Joa­chim Herr­mann dar­auf, die Gren­zen zu euro­päi­schen Nach­bar­staa­ten wie­der zu öffnen.

Offe­ne Gren­zen sei­en „eine euro­päi­sche Errun­gen­schaft, an die wir uns im all­täg­li­chen Leben gewöhnt haben und auf die wir zurecht stolz sein kön­nen”, sag­te der CSU-Poli­ti­ker den Zei­tun­gen der Fun­ke-Medi­en­grup­pe (Frei­tags­aus­ga­ben). „Es ist daher auch der Baye­ri­schen Staats­re­gie­rung ein drin­gen­des Anlie­gen, dass der grenz­über­schrei­ten­de All­tag mit Öster­reich und Tsche­chi­en bald­mög­lichst wie­der statt­fin­den kann. Wir hof­fen, kurz­fris­tig zumin­dest eini­ge Erleich­te­run­gen zu erreichen.”

Zuletzt hat­te Bun­des­in­nen­mi­nis­ter Horst See­hofer (CSU) die Ver­län­ge­rung der Grenz­kon­trol­len zu den fünf Nach­bar­staa­ten Öster­reich, Schweiz, Frank­reich, Luxem­burg und Däne­mark bis zum 15. Mai 2020 ange­ord­net. Auch Flug­pas­sa­gie­re aus Spa­ni­en und Ita­li­en wer­den wei­ter­hin kon­trol­liert. Das Minis­te­ri­um begrün­de­te die Ent­schei­dung mit der „wei­ter­hin bestehen­den fra­gi­len Lage bei der Aus­brei­tung des Virus”. An den Gren­zen zu Bel­gi­en und den Nie­der­lan­den wird wie bis­her von deut­scher Sei­te nicht kontrolliert.

Die Maß­nah­men waren Mit­te März ein­ge­führt wor­den. Seit­dem dür­fen nur noch Per­so­nen mit trif­ti­gem Grund nach Deutsch­land ein­rei­sen, etwa Berufs­pend­ler. Die ursprüng­li­che Ent­schei­dung des Bun­des zur Schlie­ßung der Gren­zen sei „ein wich­ti­ger und ent­schei­den­der Schritt” zur Ein­däm­mung des Virus gewe­sen, füg­te Herr­mann hin­zu. Der­zeit wer­de bei der Bun­des­po­li­zei eine Anpas­sung der aktu­el­len Situa­ti­on geprüft. Die­ses Ver­fah­ren sei jedoch noch nicht abgeschlossen.

Anmer­kun­gen zum Bei­trag? Hin­weis an die Redak­ti­on sen­den.