NRW: Jus­tiz­mi­nis­ter für Pflicht­ver­si­che­rung von Elementarschäden

Hochwasser - Flutwelle - Häuser - Straße - Land - Juli 2021 - Trier-Ehrang - Rheinland-PfalzFoto: Hochwasser in Rheinland-Pfalz am 15.07.2021 (Trier-Ehrang), Urheber: Stadt Trier

Nach der Flut­ka­ta­stro­phe spricht sich NRW-Jus­tiz­mi­nis­ter Peter Biesen­bach für eine ver­pflich­ten­de Ele­men­tar­scha­den­ver­si­che­rung aus.

Wäh­rend der Herbst­kon­fe­renz der Jus­tiz­mi­nis­ter wer­den man sich erneut mit der Fra­ge einer Pflicht­ver­si­che­rung für Ele­men­tar­schä­den befas­sen, sag­te er dem „Köl­ner Stadt-Anzei­ger” (Mitt­woch­aus­ga­be). Er sei zuver­sicht­lich, „dass der Vor­stoß Unter­stüt­zung fin­den wird”, so Biesen­bach. Er hal­te eine sol­che Rege­lung mitt­ler­wei­le für erfor­der­lich. Die Oppo­si­ti­on im Düs­sel­dor­fer Land­tag begrüß­te die Ankün­di­gung des Minis­ters. „Eine Ele­men­tar­scha­den­ver­si­che­rung wür­de vie­len Men­schen in die­ser Situa­ti­on hel­fen”, sag­te SPD-Frak­ti­ons­chef Tho­mas Kutschaty.

Grü­nen-Frak­ti­ons­vor­sit­zen­de, Vere­na Schäf­fer, sag­te: „Durch die Kli­ma­kri­se wer­den immer häu­fi­ger Extrem­wet­ter­er­eig­nis­se auf­tre­ten. Es braucht des­halb eine Neu­re­ge­lung, die mehr Ver­bind­lich­keit schafft und eine flä­chen­de­cken­de, bezahl­ba­re Absi­che­rung auch in Risi­ko­ge­bie­ten ermög­licht”. Des­halb müs­se die Ele­men­tar­scha­den­ver­si­che­rung „zum Stan­dard” werden.

Die Ein­füh­rung einer Pflicht­ver­si­che­rung gegen Ele­men­tar­schä­den war 2017 an ver­fas­sungs­recht­li­chen Beden­ken geschei­tert. Die Jus­tiz­mi­nis­ter der Län­der befürch­te­ten, eine sol­che Pflicht könn­te Grund­rech­te ein­schrän­ken, ins­be­son­de­re das Grund­recht Ein­zel­ner, Ver­trä­ge abzu­schlie­ßen bezie­hungs­wei­se nicht abzuschließen.

Anmer­kun­gen zum Bei­trag? Hin­weis an die Redak­ti­on sen­den.