BMI: Bun­des­be­am­te sol­len künf­tig nun sel­te­ner fliegen

Fahrwerk - Boeing - 747-400 - Flugzeug - Wiese - Räder - Flugfeld - FliegerFoto: Foto: Fahrwerk einer Boeing 747-400, dts Nachrichtenagentur

Bun­des­be­am­te kön­nen jetzt für Dienst­rei­sen auch dann die Bahn nut­zen, wenn ein Flug güns­ti­ger wäre.

Seit dem 21. Janu­ar tre­ten „neben das Kri­te­ri­um der Wirt­schaft­lich­keit auch umwelt­be­zo­ge­ne Aspek­te wie bei­spiels­wei­se gerin­ger C02-Aus­stoß bzw. C02-Neu­tra­li­tät”, sag­te ein Spre­cher des Bun­des­in­nen­mi­nis­te­ri­ums den Zei­tun­gen der Fun­ke-Medi­en­grup­pe (Diens­tag­aus­ga­ben). Mit der Rege­lung, die per Rund­schrei­ben ver­kün­det wur­de, greift das zustän­di­ge Innen­mi­nis­te­ri­um einer ent­spre­chen­den Ände­rung des Bun­des­rei­se­kos­ten­ge­set­zes (BRKG) vor.

„Damit wird allen Bun­des­be­diens­te­ten die Mög­lich­keit ein­ge­räumt, CO2-Emis­sio­nen aus Flü­gen ein­zu­spa­ren und so einen Bei­trag zum Kli­ma­schutz zu leis­ten”, heißt es aus dem Minis­te­ri­um. Die Rege­lung gel­te für Inlands­dienst­rei­sen, Rei­sen im grenz­na­hen Raum sowie für gut ange­bun­de­ne euro­päi­sche Groß­städ­te, bei denen die Bahn als alter­na­ti­ves Rei­se­mit­tel zum Flug zur Ver­fü­gung steht. „Dies stellt eine deut­li­che Ände­rung der bis­he­ri­gen Rechts­la­ge dar, da das BRKG bis­lang von dem Grund­sät­zen der Wirt­schaft­lich­keit und Spar­sam­keit geprägt war.” Wenn sie wol­len, haben die Bun­des­be­diens­te­ten aber trotz­dem wei­ter­hin die Wahl, das Flug­zeug zu neh­men: Die Inan­spruch­nah­me der Rege­lung ist freiwillig.

Der Bund war im ver­gan­ge­nen Jahr scharf kri­ti­siert wor­den, weil Minis­te­ri­al­be­am­te für Dienst­rei­sen zwi­schen Ber­lin und Bonn mehr als 200.000 Hin- und Rück­flü­ge ange­häuft hat­ten. Die Minis­te­ri­en hat­ten zur Recht­fer­ti­gung dar­auf hin­ge­wie­sen, dass im Bun­des­rei­se­kos­ten­ge­setz Wirt­schaft­lich­keit als obers­tes Aus­wahl­kri­te­ri­um für die Wahl des Ver­kehrs­mit­tels fest­ge­legt war.

Anmer­kun­gen zum Bei­trag? Hin­weis an die Redak­ti­on sen­den.