Ber­lin: Bun­des­tag beschließt umstrit­te­ne Grundrente

Rentner - Senioren - Rollstuhl - Gebäude - Straße - Mann - FrauFoto: Senioren mit Rollstuhl, Urheber: dts Nachrichtenagentur

Nach einem mona­te­lan­gen koali­ti­ons­in­ter­nen Streit hat der Bun­des­tag am Don­ners­tag die Grund­ren­te auf den Weg gebracht.

Die Koali­ti­ons­frak­tio­nen beschlos­sen am Mit­tag einen ent­spre­chen­de Gesetz­ent­wurf von Bun­des­ar­beits­mi­nis­ter Huber­tus Heil (SPD) gegen die Stim­men von AfD und FDP bei Stimm­ent­hal­tung von Lin­ken und Grü­nen. Die Grund­ren­te soll lang­jäh­ri­ge Gering­ver­die­ner im Alter finan­zi­ell bes­ser­stel­len. Vor­aus­set­zung ist, dass min­des­tens 33 Jah­re Bei­trä­ge an die gesetz­li­che Ren­ten­ver­si­che­rung gezahlt wurden.

Der Grund­ren­ten­zu­schlag wird in einer Staf­fe­lung von 33 bis 35 Jah­ren anstei­gend berech­net. Grund­ren­ten­zei­ten sind vor allem Zei­ten, in denen Pflicht­bei­trä­ge auf­grund einer Beschäf­ti­gung, Kin­der­er­zie­hung oder Pfle­ge­tä­tig­keit gezahlt wur­den. Der Zugang zur Grund­ren­te erfolgt über eine soge­nann­te Ein­kom­mens­prü­fung. Dabei gel­ten zunächst monat­li­che Ein­kom­mens­frei­be­trä­ge. Über­steigt das jewei­li­ge Ein­kom­men die­se, soll die Grund­ren­te pro­zen­tu­al gemin­dert werden.

Im Vor­feld der Abstim­mung hat­te es schar­fe Kri­tik, vor allem aus dem Wirt­schafts­flü­gel der Uni­on, gegen den Vor­stoß aus dem SPD-geführ­ten Bun­des­ar­beits­mi­nis­te­ri­um gege­ben. Wesent­li­che Kri­tik­punk­te waren unter ande­ren der Ver­wal­tungs­auf­wand sowie die Finan­zie­rung der Grund­ren­te. Ursprüng­lich war eine Finan­zie­rung über eine Finanz­trans­ak­ti­ons­steu­er geplant gewe­sen, die aber noch gar nicht exis­tiert. Nun sol­len die Gel­der aus dem Bun­des­haus­halt kom­men – dage­gen hat­te sich die Uni­on lan­ge gewehrt.

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